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25 Mai 2014

Analoge Schätze {Lomography, #1}


Vor Ewigkeiten bekam ich eine Lomography-Kamera geschenkt. Eigentlich eine sehr coole Sache - wäre da nicht diese Technik. Zugegeben, ich bin handwerklich sicher alles andere als geschickt und ich fühle mich eher in der digitalen Welt zuhause. Allerdings liebe ich auch analoge Dinge - wie eben auch Kameras. 

Anfangs bin ich etwas an der Kamera verzweifelt. Ich hatte sie beim wohl schönsten Sonnenuntergang seit Ewigkeiten dabei (hallo, super kitschiges Motiv!), war aber erstens zu doof, den Film einzulegen (danke, Internet! Ein Hoch auf die Tutorial-Videos!) und zweitens zu doof, die Kamera richtig zu bedienen (ja, ich bin ein digitales Opfer...). Lange Rede, kurzer Sinn: der Film war leer. Kein Sonnenuntergang in analog.


Natürlich war ich von diesem dramatischen Erlebnis so deprimiert, dass ich das knallrote Teil erstmal neben meinen anderen Kameras ins Regel legte. Dort blieb sie dann auch einige Zeit, bis mich irgendwann der Ehrgeiz wieder packte - denn wer will sich schon von der Technik besiegen lassen? 


Ich fragte also (verzweifelt) ein paar nette Menschen in meinem Bekanntkreis um Hilfe und siehe da - die Lösung war gefunden. Das Filmeinlegen war nicht Problem gewesen, es lag tatsächlich daran, dass ich zu dumm war, die Spule nach jedem Foto zu drehen... Wer hatte noch mal die Idee, dass ich mit so was zurecht komme?! Aber man lernt ja schnell aus seinen Fehlern und siehe da - ich schaffte es, den Film auf die korrekte Weise vollzuknipsen und dann auch wieder zurückzuspulen. 


Es folgte die nächste Hürde: das Entwickelnlassen. Normalerweise bringe ich meine Fotos zu dm oder Müller. Bei meinem ersten Film entschied ich mich für die erste Option. Leider kann man's nicht anders ausdrücken, aber das war der totale Griff ins Klo. Denn: dm druckt keine Panorama-Bilder. Stattdessen bekam ich eine Rolle bearbeiteter Negative zurück in einer kleinen durchsichtigen Plastikdose. Herzlichen Glückwunsch! Ich überlegte schon etwas verzweifelt, welcher Fotograf so was denn entwickeln könnte. Dann gab ich einem anderen Drogeriemarkt eine Chance - Rossmann. Ich will hier keine unnötige Werbung machen, aber die Herrschaften dort entwickeln Panorama-Bilder. Wenn man nicht so doof ist wie ich und ein Format ankreuzt, das nicht Panorama entspricht...


Ihr seht, es ist eine schwere Geburt gewesen! Letztendlich erhielt ich Fotos im Standardformat, die mit Panorama keinenfalls irgendeine Ähnlichkeit haben - bis auf die Tatsache, dass es "Pärchen" gibt. Also es gibt teilweise zwei Fotos, die scheinbar zusammengehören. Hält man die Bilder aber nebeneinander, so fällt auf, dass in der Mitte ein paar Zentimeter fehlen. Meine Schwester und ich, wir wollten zum Beispiel ein Foto von uns machen (ja, ein Selfie-Opfer bin ich scheinbar auch. Aber wenn digital, dann eben richtig, mit allen Trends und so...), und wenn man die beiden Fotos jetzt zusammenhält, sieht es aus, als wären wir am Kopf zusammengewachsen. Ich kann mich nur wiederholen: Herzlichen Glückwunsch. 

Das nächste Mal werde ich also intensiv auf das Format achten, was ich da ankreuze. Außerdem sind viele Fotos sehr dunkel. Eventuell sollte ich mir doch auch noch einmal die Anleitung zu Gemüte führen. Leider steht's um meine Geduld und diese Motivation, Anleitungen durchzulesen, ähnlich wie um mein handwerkliches Geschick. Whatever, die Fotos gefallen mir dennoch. Auch im falschen Format.

Wie gefallen euch die Fotos? Habt ihr irgendwelche Tipps? 



18 April 2014

Spring at Lake Constance {Part II}


Frühling, Bodensee, Fotos - mehr muss man zu diesem Post eigentlich nicht sagen. Nächste Woche habe ich noch eine Abgabe für die Uni, mein Praktikum neigt sich so langsam dem Ende und unser Heft geht auch demnächst in Druck. Ich hoffe, dass ich dann wieder mehr Zeit für den Blog haben werde. In meinem Kopf schwirren zig Ideen. Auch, was das Design angeht. Die Frage ist nur, wann ich dazu komme, sie alle umzusetzen. Bis dahin: Lasst's euch gut gehen, genießt die freie Zeit und habt schöne Ostern!


Wenn ich länger nichts von mir hören lasse, dann schaut einfach auf Instagram. Dort gebe ich regelmäßig ein Lebenszeichen. Neulich gab es dort irgendeine komische Änderung, sodass ich jetzt über 70 Follower weniger habe. Seid ihr davon auch betroffen gewesen?! 



05 April 2014

Spring at Lake Constance {Part I}


Letztes Wochenende war ich nach Ewigkeiten wieder mal daheim am Bodensee. Die Sonne hat ausnahmsweise mitgespielt, teilweise konnte man schon ohne Pulli rumlaufen. Ich mag den Frühling sehr gerne, wenn alles blüht und es abends endlich nicht mehr so dunkel ist. Außerm: Die Eisdielen haben endlich wieder geöffnet!


Die Bilder, die ihr hier seht, sind alle in Überlingen entstanden. 
Der März war wirklich sehr stressig mit drei Hausarbeiten, meinem Praktikum und den Aufgaben, die ich für unsere Uni-Zeitschrift zu erledigen hatte. Ich hoffe, dass ich im April wieder regelmäßiger bloggen kann. 

Genießt das Wochenende!



11 Februar 2014

Homesickness {Bodensee}


Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Bodensee-Input! Ich musste heute nämlich feststellen, dass ich diese Bilder noch gar nicht veröffentlicht habe; sie entstanden im Dezember letzten Jahres in Ludwigshafen am Bodensee. 


Ludwigshafen ist eine eher kleinere Gemeinde: Außer einem Strandbad, ein paar Obstlädchen und Restaurants gibt es nicht wirklich viel hier. Aber ich mag genau das! Nur im Sommer ist hier viel los, fast schon zu viel...

Es ist zu jeder Jahreszeit sehr schön hier, abends hat man noch lange Sonne und die Sonnenuntergänge sind einfach unbeschreiblich schön! Manchmal, wenn man Glück hat, kann man sogar die Alpen sehen. An besagtem Tag im Dezember war das auch möglich. Auf den Bildern kommt das leider nicht so gut rüber - irgendwann brauche ich wohl doch mal ein Tele-Objektiv! 


Ich vermisse diese Weite des Sees. Die Farbe des Wasser, das mal tiefblau, mal eher grünlich schimmert. Wird Zeit, dass ich mir mal wieder ein paar Tage daheim gönne! Ich mag es zuhause zu sein, weil es immer so eine Art Entschleunigung für mch ist. Wir machen lange Spaziergänge am See, ich muss mich nicht darum kümmern, dass der Kühlschrank voll und die Wäsche gewaschen ist und für die Uni mache ich hier auch nur selten was. Letzteres auch aus dem Grund, dass ich mich hier einfach nicht so gut konzentrieren kann; ich denke dann dauernd daran, dass ich lieber am See sein sollte, die Zeit ausnutzen müsste und komme dann zu gar nichts. Deshalb nehme ich mir meistens vor, mir nichts vorzunehmen, wenn ich daheim bin. Und das tut irgendwie ziemlich gut.


 Ja, zuhause ist es doch am schönsten. Oder wie seht ihr das?





01 Februar 2014

Analoge Schätze {Bodensee}


Irgendwann Mitte-Ende der 1990er-Jahre. Irgendwo am Bodensee, vermutlich in Radolfzell. Ich finde die Farben und die Spiegelung unglaublich toll auf diesem Bild - deshalb wollte ich es mit euch teilen! Demnächst wird es hier hoffentlich wieder etwas Input zur analogen Fotografie geben. Ich habe zu Weihnachten nämlich eine Polaroid-Kamera geschenkt bekommen und zum Geburtstag ja eine Lomo-Kamera mit Panorama-Objektiv. 2013 muss definitiv ein tolles Jahr gewesen sein, bei den Geschenken. Jetzt sollte ich nur noch in die weite Welt hinausgehen und mit den Kameras tolle Dinge für immer festhalten.Wenn da nur die Zeit mitspielen würde...!


Und irgendwann schaut sich die dann vielleicht mal eines meiner Enkel an und wundert sich, dass man früher analoge Fotos gemacht hat, wo das doch auch digital möglich war. Oder es freut sich, weil es wie ich die alten Dinge sehr mag. Vielleicht entdeckt die Bilder auch keiner und sie verstauben irgendwo. Wer weiß.




14 Dezember 2013

Outfit meets Nature


Es ist vielleicht der letzte, richtige sonnige Tag in diesem Jahr, als wir uns auf den Weg nach Konstanz machen. Anfangs sieht alles sehr bewölkt und grau aus. Doch irgendwann schafft sie es raus, die Sonne. Alles erstrahlt in den schönsten Nuancen und ich genieße das Gefühl der warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Von Konstanz aus sind es nur wenige Meter, bis man nach Kreuzlingen kommt. Wir machen uns auf zu dem Hochstand, den wir im Frühsommer entdeckt haben. Das Wasser im See ist ziemlich niedrig, weshalb man jetzt auch auf eine kleine Insel gelangen kann, auf der Wollschweine ihr Zuhause haben. Wir nutzen das Licht, um Fotos zu machen. Fotos von mir, von uns, von der unglaublich schönen Natur.


Das Licht ist so, wie man es eigentlich nur von goldenen Oktobertagen kennt - und das Anfang-Mitte Dezember. Verwunderlich, aber natürlich beschweren wir uns nicht darüber. Außer uns verirren sich nur wenige Menschen auf die kleine Insel.


Zum Outfit: Ich liebe, liebe, liebe diesen Pulli! Er erinnert vielleicht ein wenig an ein Schaf und weibliche Konturen sind damit wahrscheinlich auch nicht zu erahnen - aber die Hauptsache ist doch, dass ich damit den Winter irgendwie überleben kann und ich mich darin wohl fühle! Der Pulli ist jedenfalls sehr kuschelig und wird in der kalten Jahreshälfte mein treuer Begleiter bleiben. Die Mütze gehört momentan auch zu meinen Basics. Irgendwie sind mir meine alten zu weit geworden und diese hier passt in so ziemlich jede Tasche, was wiederum praktisch ist. Die Shorts hab ich aus Neuseeland - also schon ewig. Dennoch gehört sie zu den Kleidungsstücken im Schrank, die sich über die Jahre bewährt haben. Overnees sind bei mir gerade auch wieder sehr beliebt - sie sind einfach so schön warm!


Details: Mütze - H&M (Herrenabteilung), Pulli - Pimkie (ich kaufe dort sonst nie was, aber wie gesagt, den Pulli brauchte ich einfach), Shorts - Supré, Stulpen - H&M, Strumpfhosen - Calzedonia, Schuhe - Bianco.


Natürlich denk' ich bei meinem "Kleidungskonsum" auch über Nachhaltigkeit nach. In der Regel versuche ich, so selten wie möglich überhaupt einkaufen zu gehen. Aber auch Kleidung hat natürlich auch eine Art Halbwertszeit. Zwar versuche ich, H&M und Co. nicht weiter zu unterstützen, bei Socken und Unterwäsche finde ich es aber sehr schwer, eine Alternative zu finden. Da bleibt einem kaum etwas übrige - oder? Ansonsten kaufe ich das Meiste bei Kleiderkreisel - Second Hand. 




04 November 2013

Herbstspaziergang {Bodman, Part I}


Am Wochenende nutzten meine Mum und ich die letzten sonnigen Herbsttage, um noch etwas Licht zu tanken und um am Bodensee entlang spazieren zu gehen. Das Licht war einfach nur traumhaft! Neben uns waren zwar einige andere Menschen unterwegs, aber das machte uns nichts aus. In Bodman, einer kleinen Teilgemeinde am Bodensee, machten wir dann Stop und tranken einen heißen Kaffee - ideal, um sich wieder etwas aufzuwärmen!


Ich habe momentan echt noch keine Lust auf  den Winter und den ganzen Weihnachtsstress. Irgendwie ist das immer so bei mir: Immer dann, wenn ich mich an die "neue" Jahreszeit gewöhnt habe, kommt schon wieder die nächste. Vielleicht sollte ich später mal in einem Land mit weniger Jahreszeiten leben?! Da ich momentan ziemlich viel zu tun habe, kann ich heute leider keinen längeren Text dazu schreiben. Zu meinem Geburtstag habe ich aber unter anderem einen Blogplaner geschenkt bekommen, was sich dann hoffentlich auch auf meine Blogorganisation auswirken wird. Vielleicht schreibe ich dazu ja mal eine Review, wer weiß.

Wie gefallen euch die Bilder so?





07 Oktober 2013

Zurück zur Natur! {Bilderflut - Bodensee}


Die Blätter am Boden rascheln ein wenig beim Laufen. Wie ich dieses Geräusch vermisst habe! Es gibt nicht so wahnsinnig viele Dinge, die ich am Herbst liebe, aber dieses Geräusch gehört dazu. Vielleicht erinnert es mich ein wenig an meine Kindheit, als man sich noch einen riesen Spaß daraus gemacht hat, große Blätterhaufen umzurennen, die zuvor von irgendwelchen Menschen stundenlang akribisch zusammengekehrt wurden... 


Wie dem auch sei. Ein Spaziergang führte mich neulich, als ich ein paar Tage daheim verbrachte, nicht nur am Bodensee entlang, sondern auch zu einem kleinen Trampelpfad. Ich war ungefähr eine gute halbe Stunde - vielleicht auch länger - vollkommen alleine. Irgendwie ein seltsames Gefühl, denn sonst begegnet einem immer jemand. Jedenfalls konnte ich so alle Eindrücke auf mich wirken lassen: die schwachen Sonnenstrahlen der tieferstehenden Sonne, das Laub, das sich allmählich auf dem Boden ansammelt, die Mischung aus grünen und bunten Blättern, das glitzernde Blau des Bodenseewassers, das manchmal zu erkennen war... Die Luft kam mir eine Spur reiner als sonst vor, es war ungewohnt ruhig. Ich genoss die Stille und war doch froh, als ich wieder eine geteerte Straße erspähte. Auf dem Schild am Anfang des Weges stand nämlich nicht dran, wie lange er war und so befürchtete ich schon, ich würde entweder ewig rumirren, bis ich wieder auf etwas Zivilisation stoßen würde oder dass ich optional die komplette Strecke zurücklaufen müsste... Letzteres hätte mir wahrscheinlich noch weniger gefallen, da ich es nicht mag, dieselbe Strecke zwei Mal zu laufen.




Es war aber sehr schön, mal wieder etwas Zeit in der Natur zu verbringen. Auf dem Rückweg in die Stadt lief ich durch einen Park. Alles leuchtete in einem etwas diffusen Licht. Die meisten Leute hatten es sich auf einer der Bänke am See-Ufer gemütlich gemacht. Eigentlich komisch, dass es im Park dennoch so viele andere Bänke gibt. Wieder mal wurde mir deutlich, wie sehr ich das alles hier vermisse. Einfach mal schnell an den See zu fahren, mich mit meinen besten Freundinnen zu treffen, die mich schon seit klein auf kennen, heimzukommen und von meiner Familie empfangen zu werden. Irgendwie bringt mich die freie Zeit viel zum Nachdenken. Ich weiß noch nicht, ob das gut oder schlecht ist. 






Die nächsten Tage werde ich in Paris verbringen. Ich bin schon sehr gespannt, wie mir die Stadt gefällt, was wir alles so anschauen und insgesamt wie es wird. Wundert euch deshalb nicht, wenn's die Woche etwas ruhiger auf dem Blog wird! Sobald ich zurück bin, gibt es aber jede Menge Abwechslung hier! Lasst's euch gut gehen.