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12 Juni 2015

10 Facts about me and Hamburg


Inzwischen wohne ich über neun Monate in Hamburg. Da ich selbst gern unnütze Fakten über andere Menschen lese, hier ein paar über meine Wahlheimat und mich. 

Am Elbstrand

1. Bevor ich nach Hamburg gezogen bin, war ich erst einmal dort. Es hat damals nur geregnet. Permanent. Durchgehend. Ich musste mir sogar neue Schuhe kaufen, weil die anderen nicht mehr trocknen wollten.

2. Ich habe hier noch nie ein Fischbrötchen gegessen. Werde ich vermutlich auch nicht - seit einem halben Jahr bin ich komplett Vegetarierin.

Fotografiert von Natalia
3. Ich würde am liebsten alle Brunchlocations testen - das ist nach wie vor die beste Mahlzeit für mich. Bisher war ich nur im Café May (ich liebe es!) und Roxie (hat mich etwas überfordert, fand ich etwas unpersönlich). Falls ihr Tipps habt: Immer her damit!

4. Ich habe mir nach Jahren endlich ein Fahrrad in Hamburg gekauft. In Augsburg habe ich das irgendwie nie geschafft. Es trägt den würdigen Namen »Purple Star«. Ich habe diese komische Angewohnheit, Dingen Namen zu geben. Unser Wohnzimmer in Augsburg hieß zum Beispiel »Karl-Heinz«. 


5. Ich liebe die kitschigen Sonnenuntergänge am Hafen. Sie erinnern mich an den Bodensee und daheim. Überhaupt bin ich sehr gerne am Hafen.


6. Wenn ich betrunken bin, lasse ich Gläser mitgehen. Das ist eine sehr schlechte Angewohnheit, die sich in Augsburg irgendwann so ergeben hat. Meine Mitbewohnerin teilt dieses "Hobby" mit mir. Dementsprechend sammeln sich in unserem Küchenschrank verschiedenste Shot- und Cocktailgläser.

7. Ich habe mich mal in eine Kiez-Tour geschummelt. Das war ziemlich witzig und interessant zugleich - kann ich jedem nur raten.



8. Ich wohne in einer Altbau-Wohnung in Eimsbüttel. Unsere Miete ist dennoch bezahlbar, weil wir einen uralten Mietvertrag haben. Bis vor kurzem wohnte noch Babu, the cat, mit uns. Leider haben wir sie weggeben, weil eine Katze schon auch raussollte. Dennoch sehr traurig.

9. Ich war mal im Pyjama im Haus73 tanzen. In meiner Fuchsschlafanzug-Hose.  

10. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich hier so wohlfühlen würde. Vor einem Jahr musste ich mich zwischen Hamburg und Berlin entscheiden. Ich bin sehr froh, dass ich Hamburg gewählt habe - diese Stadt hat einfach alles, was ich brauche. 




08 Februar 2015

Lieblingsläden {Hamburg: Liebes Bisschen}

Heute möchte ich mit einer neuen Rubrik auf meinem Blog anfangen. In Lieblingsläden will ich euch - oh welch Überraschung - künftig schöne Geschäfte vorstellen. Damit ist alles gemeint, wo man sein Geld liegen lassen kann: Cafés, Musikläden, Boutiquen, Bars, was weiß ich. Vielleicht merk' ich auch irgendwann, dass es mir keinen Spaß macht und dann hör' ich wieder damit auf. Aber ich möchte es zumindest mal versuchen. Heute stell' ich euch ein Café vor.



Das kleine Café Liebes Bisschen liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße vom Schulterblatt. Für alle Nicht-Hamburg: Das Schulterblatt ist quasi das Herzstück des Schanzenviertels, wo sich eine Bar an die nächste reiht. Der Ort, wo man sich seine Abende vertreibt, bevor man dann doch noch auf den Kiez zieht. Oder man bleibt doch einfach in der Schanze - wie auch immer.

Eine Bekannte hatte neulich von den Cupcakes dort geschwärmt. Eigentlich bin ich nicht so scharf auf Cupcakes. Ich liebe süße Sachen, keine Frage. Aber den Hype um Cupcakes habe ich nie so richtig verstanden - sind doch auch nur aufgepimpte Muffins. Wie dem auch sei. Vergangenen Sonntag hatte ich überraschend mal etwas Freizeit, also beschloss ich, der Sache eine Chance zu geben - zurecht. 

Schon als ich reinkam, roch es nach Kaffee. Neben der Theke - an der man übrigens auch seine Bestellung aufgibt - stand eine Vitrine mit pastellfarbenen Cupcakes. Genauso hatte ich mir das vorgestellt: Kleine Zuckerberge, die alle guten Sportvorsätze sofort vergessen lassen. Hallo, Zucker! Die normale Café-Geräuschkulisse - Milchaufschäumen, Tassengeklapper, Gespräche - wurde von einer amerikanischer Oldies ergänzt. Irgendwie passend.

Eigentlich hatte ich mir das Café etwas anders vorgestellt. Größer. Und nicht im Souterrain gelegen. Ähnlich wie Herr Max (übrigens auch sehr empfehlenswert!). Tatsächlich ist das Café Liebes Bisschen aber anders. In einem kleinen Raum, der an eine Mischung aus Küche und Wohnzimmer erinnert, stehen eine handvoll Tische im weißen Shabby Chic. Man könnte sie vermutlich auch als "Vintage" bezeichnen, wenn man hipp klingen mag. Die Wände sind bis auf einen schmalen Rand Richtung Decke in mintgrün gestrichen. Auf den Tischen standen Tulpen, die die Cupcake-Nuancen farblich perfekt ergänzten. Fast schon zu perfekt. Dennoch fühlte ich mich ganz wohl. 

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung mehr, welche Sorten ich hatte. Sie (an der Theke) hat die Sorten - die wechseln täglich - so schnell heruntergebetet, dass ich gar nicht hinterherkam und einfach nur auf die beiden deutete, die ich mich optisch am meisten ansprachen (so mache ich das übrigens auch immer beim Bäcker, wenn ich nicht weiß, wie die Sachen heißen. Warum haben die auch immer so affige Namen und warum sind die Namen in jedem Bundesland anders?).  

Der eine Cupcake schmeckte jedenfalls nach Himbeer mit Frischkäse-Frosting, der andere nach Johannisbeer. Aber ehrlich gesagt kann man da - wenn man jetzt nicht gerade eine krasse Abneigung oder Allergie gegen irgendwas hat - nichts falsch machen. Der untere Teil bestand bei beiden aus einem leckeren Kuchenteig, der obere aus einer leckeren Creme, die aber nicht zu schwer war. Ich war also mit meiner Wahl vollkommen zufrieden. Und: Ich hatte zwei kleine Cupcakes, aber das war von der "Portion" vollkommen ausreichend - mehr hätte ich vermutlich nicht geschafft.




Bei so wenig Plätzen ist der Laden natürlich sehr schnell voll. Andererseits lernt man dann seine "Mit-Café-Gänger" auch irgendwie leichter kennen. Es wirkt persönlicher, fast familiär. 

Neben Cupcakes (klein: 1,80€, groß: 2,50€) werden auch Kuchen (zwischen 2,50 - 3,50€), Brownies und Cookies angeboten. Bei den Getränken hat man die Wahl zwischen den typischen Heißgetränken (im Schnitt so 2,80€) und Kaltgetränken wie Bionade oder Wasser von Viva con Agua (auch das spricht schon mal für das Café). Insgesamt sind die Preise echt angemessen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Cupcakes alle selbst designet werden.

Adresse: Eifflerstraße 47, 22769 Hamburg
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 12-19 Uhr
 
Übrigens kann man sich hier auch Torten usw. designen lassen. 

 

04 November 2014

My new Home {Part I}


Neue Wohnungen sind immer spannend: Man kann sich noch einmal komplett neu einrichten, kann eventuell alles in einer anderen Farbe streichen und die Wände mit neuen Bilder tapezieren. Im wahrsten Sinne also ein Tapetenwechsel. Als ich nach Hamburg zog, hatte ich großes Glück, denn ich fand eine wundervolle WG: Altbau, möbliert und sogar mit Katze. Viele meiner Bekannte mögen möblierte WG-Zimmer nicht; ich empfand es jedoch als großes Glück, denn so sparte ich mir den großen Umzugsstress und konnte mich auf das Nötigste beschränken. Außerdem gefallen mir die Möbel, die bereits in meinem neuen Zuhause auf mich warteten, sehr gut. Dennoch fühlte ich mich erst so richtig heimisch, als ich noch ein paar zusätzliche, eigene Sachen ins Zimmer brachte wie zum Beispiel meinen Kleiderständer. So richig daheim fühle ich mich aber erst, wenn etwas an den Wänden hängt. Deshalb habe ich vor Kurzem meine Origrami-Bilder wieder an eine der Wände aufgehängt und noch ein paar selbst kreierte Poster bei Müller* bestellt. Einen kleinen Einblick in mein neues Zuhause möchte ich euch heute zeigen: 

Vorher
So sah es aus, bevor etwas an den Wänden hing: 



Nachher 
Und so sah es danach aus:  


Den Rest zeige ich dann, sobald meine restlichen Poster angekommen sind. Entschuldigt auch bitte die schlechten Lichtverhältnisse - November eben. Was braucht ihr, um euch Zuhause wohlzufühlen?

*Das Poster wurde mir von Müller zur Verfügung gestellt.

29 Oktober 2014

Hallo, Herbst!


 
Herbst - die wohl schönste und widersprüchlichste Jahreszeit. Mal ist es wunderschön und bunt, mal ist es regnerisch und grau, sodass man sich am liebsten nur noch im Bett verkriechen möchte. Die letzten Tage variierten so stark, dass ich teilweise im Wintermantel, teilweise nur in einem leichten Pullover das Haus verließ. Wie dem auch sei: Gestern zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite. Zeit also für das obligatorische alljährliche Herbst-Shooting. Normalerweise fotografiere ich um diese Jahreszeit immer mit meinen beiden Freundinnen Natalia und Cori; da sie beide aber jetzt viel zu weit wegwohnen, hat das natürlich nicht geklappt. Stattdessen konnte ich meine Freundin Resi dafür begeistern. Die Bilder sind dementsprechend mal von ihr, mal von mir gemacht. Viel Spaß! 
 
 
Es ist ziemlich warm für Ende Oktober und ich weiß nicht genau, ob ich die Jacke ausziehen oder anbehalten soll. Als Foto-Location haben wir uns für Planten un Blomen entschieden, ein Stadtpark, der auch bescheidenerweise als "das grüne Herz Hamburgs" bezeichnet wird. Ich war zuvor noch nie dort, bin aber sofort begeistert: Die Anlage macht einen liebevoll gehegten Eindruck, im Sommer kann man's auf einer der grünen Wiesen sicher auch gut aushalten. 
 
 
Neben uns sind überwiegend Rentner, Touristen oder Studenten unterwegs. Wir ernten ein paar interessiert-verwirrte Blicke, als wir damit beginnen, Laub in die Luft zu wirbeln. Was soll's, wir sehen die ja eh nie wieder. Die warmen Sonnenstrahlen tun gut auf der Haut. Die Tage davor war es eher grau und kalt, da ist etwas Sonne eine schöne Abwechslung.


Als die Sonne langsam untergeht, wird es deutlich kühler. Nur gut, dass wir noch Mützen und Schals eingepackt haben. Ich bin schon gespannt, welche Foto-Orte wir in Hamburg sonst noch entdecken werden. Hat jemand Tipps? 


20 September 2014

Hallo, Hamburg!


Die letzten Tage verbrachte ich in Hamburg. Eigentlich kam ich zur Wohnungssuche, die meiste Zeit verbrachte ich gefühlt aber mit Freunden und damit, mir die Stadt anzusehen. Mitte Oktober geht's dann endgültig nach oben - ich bin schon sehr gespannt, was mich dort so erwartet. 


Zum obligatorischen Hamburg-Programm gehörte natürlich auch eine Hafenrundfahrt. Überhaupt verbrachte ich recht viel Zeit am Hafen - ich mag's einfach am Wasser. 


Zu meinen Lieblingsvierteln gehören auf jeden Fall schon mal das Schanzenviertel, Eimsbüttel, das Karoviertel und St. Pauli. Eine gute Brunchlocation hab ich dank meiner Freundin Helen auch schon entdeckt: Im Café May kann man sehr günstig und lecker frühstücken. Wer Kumpir mag, sollte zu dem bei der Sternschanze gehen und gutes vietnamesisches Essen gibt's bei Quán Đỏ. 


Demnächst gibt's dann noch mehr Eindrücke von Hamburg.