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09 Juni 2015

Analoge Schätze {Portugal I}


In Portugal kam meine Lomo-Kamera endlich mal wieder zum Einsatz. Im Gegensatz zu den Bildern in Norwegen sind diese sogar etwas geworden; ein paar davon möchte ich heute mit euch teilen.


Es ist ziemlich kalt, als wir uns frühmorgens auf in Richtung Flughafen machen. Unvorstellbar, dass wir nur wenige Stunden danach am Strand in der Nähe von Lissabon liegen - bei sonnigen 27 Grad. Durch den Wind ist es zwar etwas kühler, aber bei der Kulisse, die sich vor uns erstreckt, vergisst man das schnell. Unser erster Couchsurfing-Host, João, packt uns kurz nach unserer Ankunft in sein Auto und nimmt uns mit ans Meer. Er und sein Freund Filipe gehen surfen, wir liegen am Strand und genießen die Sonne. Danach zeigen uns die beiden Männer noch ein paar andere schöne Orte in der Gegend. Die Fotos entstanden alle am ersten Tag während dieser Erkundungstour.


Demnächst schreibe ich auch ein bisschen mehr zu unserer Reise.


16 Januar 2015

Winter Wonderland


Zwischen Weihnachten und Silvester war ich noch für einige Tage bei Verwandten auf der Schwäbischen Alb. Teilweise schneite es den ganzen Tag, sodass sich schon binnen kürzester Zeit eine Schneelandschaft wie aus dem Bilderbuch vor uns erstreckte. 

Eigentlich bin ich ja alles andere als ein Winterfan, aber so ein paar T
age im Schnee, das hat schon was. Wenigstens ist bei mir der Winter dadurch auch mal mental angekommen. 



An einem der letzten Dezembertage spazierte ich mit meiner Schwester und meiner Tante durch die Schneelandschaft. Außer uns war kaum ein Mensch unterwegs. Alles war so unglaublich still und die Luft noch reiner als sonst im Winter. Hin und wieder mussten wir gegen den Wind anlaufen, der uns die Kälte fast schon ins Gesicht peitschte.



Dennoch war es schön, mal wieder draußen in der Natur zu sein und den Winter zu erleben. Durch den weißen Wald zu laufen und Spuren im Schnee zu hinterlassen. An manchen Wiesen waren Obstbäume, die teilweise noch Früchte trugen - scheinbar hatte der Winter nicht nur uns, sondern auch die Natur etwas überrascht. 



Mit roten Nasen und eiskalten Wangen kamen wir wieder heim und wärmten uns erst einmal mit einer Tasse Tee auf. Jetzt bin ich wieder in Hamburg - keine Spur mehr vom Schnee. Aber das ist auch in Ordnung so, ich hatte meine Portion Winter gewissermaßen schon für diese Saison.



21 Dezember 2014

Christmasmarket Overload

Der Dezember war dieses Jahr irgendwie noch stressiger als sonst, eine Abgabe jagte die andere. Zudem kam endlich die presstige heraus, die Unizeitschrift, bei der ich bis heute Chefredakteurin war. Es gab also jede Menge zu tun - und dennoch schaffte ich es, sämtliche Weihnachtsmärkte in Hamburg, in Stuttgart, in Esslingen und daheim in Konstanz abzuklappern. Hier ein paar Eindrücke davon: 

In Hamburg machte ich fast schon Weihnachtsmarkt-Hopping. Ich war bei dem obligatorischen am Rathaus (schön, aber voll), passierte die in der näheren Umgebung wie an der Mönckebergstraße, der Alster (gefiel mir am meisten) oder dem alten Wall, schlenderte über die kleinen an der Sternschanze (nett, aber nicht so spannend) und der Osterstraße (gab eine Live-Band, ansonsten eher klein), besuchte den in Altona/Ottensen (auch nicht so groß) und war sogar auf dem in St. Pauli (gibt scheinbar auch ein Stripzelt - wer's braucht). Irgendwie fotografierte ich dabei aber kaum.






In Stuttgart spazierte ich mit meiner Schwester kurz mal über den Weihnachtsmarkt beim Schlossplatz. So wirklich viel kann ich dazu also nicht sagen. Ich war vor ein paar Jahren schon mal dort; gibt auch eine kleine Eislauffläche, was ich damals ganz cool fand. Auffällig ist hier jedoch, dass die Stände mega geschmückt sind - auch die Dächer.






Gemeinsam mit ein paar Freunden waren wir dann noch in Esslingen auf dem Mittelalterweihnachtsmarkt. Ich bin ja eigentlich nicht so der riesige Mittelalter-Fan - aber der Weihnachtsmarkt war echt cool! Highlight: Wir bekamen einen Stein, weil "wir so schön getanzt haben" - haha. Tanzen lohnt sich, Leute! Tanzt mehr! Ach ja: Wenn ihr mal nach Esslingen kommt, geht auf die Burg. Die Stufen sind zwar etwas anstrengend, aber es lohnt sich!







In Konstanz war es mal wieder ziemlich voll - aber wir waren auch am Samstag dort, also war das ziemlich klar. Ich mag diesen Weihnachtsmarkt einfach am meisten. Einfach, weil er so nah am Wasser ist und man manchmal einen schönen Blick auf die Alpen hat; dieses Mal hatten wir aber leider nicht so Glück. 




Irgendwie waren das ziemlich viele Weihnachtsmärkte. Für dieses Jahr hab ich mein Pensum voll erfüllt. Jetzt kehrt auch endlich etwas Ruhe ein. Ich wünsche euch schon einmal frohe Weihnachten und eine schöne entspannte Zeit mit euren Lieben!

09 November 2014

Tag am Meer


Letztes Wochenende überraschte mich meine Schwester mit ihrem Besuch. Das Beste daran war definitiv unser Ausflug an die Ostsee. Nachdem wir mehrere Leute gefragt hatten, wo man denn von hier aus am besten ans Meer fahren kann, hörten wir immer wieder "Timmendorfer Strand", sodass die Entscheidung nicht schwer fiel. Von meiner Wohnung in Hamburg aus ist man bereits in einer Stunde und 40 Minuten da - perfekt also für einen Tagestrip. 


Ich dachte eigentlich, dass man vom Bahnhof nur noch aussteigen muss und dann direkt am Strand ist. Doch Fehlanzeige. Stattdessen mussten wir einmal quer durch die gleichnamige Gemeinde laufen, bis zum Timmendorfer Strand kamen. Aber der Weg ist auf jeden Fall sehr gut machbar und man kommt auch an einem schönen Park vorbei und kann sich auf dem Rückweg mit Pommes bei P&C - steht für Pommes & Currywurst - stärken. Hat also wie immer alles seine Vor- und Nachteile.



Unten am Strand angekommen, fühlten wir uns direkt tiefenentspannt. Das Rauschen der Wellen in den Ohren, der Sand unter den Füßen und die Sonne im Gesicht - perfekter konnte es einfach nicht sein. Für den ersten November war es auch richtig, richtig mild, sodass ich teilweise sogar ohne Strumpfhose im Minikleid rumrennen konnte - teilweise erntete ich dafür aber auch etwas entgeisterte Blicke von den Leuten, die bereits ihre dickste Winterjacke anhatten. Aber es war einfach so schön warm und ich wollte den Sand unter den Füßen spüren, sodass mir das egal war. 

In der Touristen-Information wurde uns geraten, den Niendorfer Hafen anzuschauen. Wir entschlossen uns aber erst einmal in die andere Richtung zu gehen, da die Sonne in diese Richtung wanderte. Ich fühlte mich direkt wie im Urlaub.




Ab und zu liefen wir auch entlang der "normalen" Wege und passierten eine schöne Villa neben der anderen. Ich liebe es ja, fremde Häuser anzuschauen. Am liebsten hätte ich mir eine Führung durch jedes Haus geben lassen.



Gegen später beschlossen wir dann, doch noch zum Niendorfer Hafen zu laufen. Wenn man vom Bodensee kommt, ist der aber nicht wirklich etwas Besonderes. Es wurde so langsam dunkel.


Die Kulisse, die sich hinter uns bot, war pittoresk: Die ganzen Lichter, die entlang des Ufers schimmerten und sich im Wasser spiegelten.



Im Sommer ist es hier bestimmt auch sehr schön. Ich werde auf jeden Fall mal wiederkommen.

Die Fotos habe teilweise ich, teilweise meine Schwester gemacht.