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27 November 2014

Corway - das Video


Das Jahr neigt sich dem Ende, also beginnt bestimmt bald wieder die Zeit der tausend Rückblicke. Vor fast einem halben Jahr reiste ich mit zwei meiner besten Freundinnen - Cori und Natalia - durch Norwegen. Mit die beste Zeit in diesem Jahr! Jedenfalls hat mir Cori zum Geburtstag ein Video von unserem Trip zusammengeschnitten - danke noch einmal dafür! Da ich es so toll finde, möchte ich es der Welt nicht vorenthalten, hier ist also #corway2014:

 
 
Danke für die super Zeit! Es war einfach nur H-a-m-m-e-r!
Thanks to all the amazing people we've met in Norway - you rock! 



29 September 2014

One Day in Oslo


Der letzte Stop unseres Norwegen-Trips führte uns - also Natalia und mich - nach Oslo. Mit dem Nachtbus von Volda kamen wir um circa 6:30 Uhr morgens an - ziemlich müde, da wir im Bus kaum geschlafen hatten. Obwohl wir nur einen Tag in der norwegischen Hauptstadt verbrachten und sehr kaputt waren, habe ich die Stadt noch ziemlich gut in Erinnerung. Irgendwie hatte es schon etwas, eine Stadt beim Aufwachen bis in die Nacht zu erleben.


Als Erstes steuerten wir den Supermarkt am Bahnhof an; unsere Freundin Cori hatte uns diesen Tipp gegeben - dort gibt es nämlich leckere Schokobrötchen zu einem unschlagbaren Preis. In Norwegen lernt man Schnäppchen und Sonderangebote wirklich zu schätzen, es ist echt unfassbar teuer. Danach grasten wir die typischen Touri-Attraktionen ab, angefangen mit der Oper. Das Gebäude ist wirklich faszinierend und als wir frühmorgens dort ankamen, hatten wir das Gelände fast schon für uns allein. Die Aussicht ist auch nicht übel - egal, ob am Morgen oder Sonnenuntergang; abends kamen wir nämlich noch einmal zurück.


Am Anfang ließen wir uns erst mal etwas treiben. Ich mag das total - also, wenn man in eine vollkommen unbekannte Stadt kommt und man keine Ahnung von nichts hat. Da wir total übermüdet waren, machten wir eine gefühlte Million Pausen. Irgendwann fanden wir tatsächlich eine Touri-Info, wo wir uns die wahrscheinlich coolste Karte der Welt besorgten - mit Tipps für coole Leute, haha. Die Tipps waren aber tatsächlich ziemlich cool und so entdeckten wir nach und nach die Stadt.


Obwohl Oslo ja eine Hauptstadt ist, ist es recht überschaubar. Man erreicht fußläufig eigentlich alle der Hauptattraktionen - wir haben deshalb auch komplett auf öffentliche Verkehrsmittel verzichtet; das war überhaupt kein Problem.


Die Stadt ist wirklich schön grün. Wir kamen an so vielen Parks vorbei,  gefiel mir richtig gut. Zudem spielten auch gefühlt überall irgendwelchen Bands. Auch das mag ich, wenn in einer Stadt richtig etwas los ist und man dauernd neue tolle Ecken entdeckt. 


Was uns auffiel: In der Stadt gibt es viele, viele Statuen von irgendwelchen wichtigen Leuten. Normalerweise machen wir die ja immer nach - aber es waren so viele, da wären wir wahrscheinlich nur damit beschäftigt gewesen.


Eine besonders tolle Atmosphäre gab's auch am Hafen und an der Burg. Ich mag's einfach am Wasser! Es war auch so warm, dass ich am liebsten einfach ins Wasser gesprungen wäre...


Dadurch, dass wir Mitte Juni in Oslo waren, wurde es auch ewig nicht dunkel. Irgendwie ist das sehr cool, weil man dann tagsüber sehr aktiv ist; allerdings verliert man gleichzeitig auch jegliches Zeitgefühl. Da kann's schon mal passieren, dass um 23 Uhr noch draußen sitzt und denkt, es wäre gerade mal 17-18 Uhr. Echt seltsam!


Die Nacht verbrachten wir dann am Flughafen, weil unsere Couchsurfing-Schlafgelegenheit kurzfristig absagte. Das Lustige daran: Ich hatte in Deutschland extra noch Würstchen besorgt für den Typen, der uns seine Couch angeboten hatte. Danach schleppten wir besagte Würstchen von Bergen erst von dem einen Stadtteil auf eine kleine Insel in der Nähe, dann nahmen wir sie quer durchs Land mit nach Volda. Und am Ende sagt uns der Typ ab - so bescheuert.


Oslo ist auf jeden Fall eine schöne, sehenswerte Stadt! Das Tolle daran: Auch wenn man nur wenig Zeit hat, kann man viel anschauen. Ich werde sicher einmal wieder hierher kommen, wenn ich die Möglichkeit habe.

Ach ja, auf Natalias Blog könnt ihr ihre Version von unserem Tag in Oslo lesen - viel Spaß! 


20 Juni 2014

This was {Corway}


Acht Tage unterwegs gewesen, drei Nächte durchgemacht, viel zu viele Stunden in irgendwelchen Bussen  verbracht, viele Freunde neu gewonnen, viel zu viel für Essen ausgegeben und sehr, sehr viel Spaß gehabt - so lässt sich mein Trip nach Norwegen ganz gut zusammenfassen. Gemeinsam mit meiner Freundin Natalia ging's vor fast zwei Wochen von München nach Bergen. Dort trafen wir dann eine andere Freundin von uns, Corinna, die gerade ein Auslandssemester in Norwegen macht. Es folgte eine Woche voller Abenteuer, viele gute Gespräche, tausende Fotos und lustige Sing-Einlagen. 


Obwohl wir nur so kurz unterwegs waren, war es eine sehr intensive Erfahrung. Ich fühlte mich so frei wie seit langem nicht mehr und genoss jede einzelne Sekunde, die ich weg von Zuhause - und dementsprechend auch weg von der Bachelor-Arbeit - sein konnte. Natürlich ist mein Fernweh dadurch nur noch mehr gewachsen. Am liebsten würde ich im Herbst meinen Backpack packen, das mit dem Master sein lassen und die große, weite Welt sehen. Aber das bleibt wohl eine Utopie. 



Wie schon gesagt, war unser erster Stop Bergen. Die erste Nacht fanden wir über Couchsurfing recht kurzfristig einen Schlafplatz bei Per. Er war super nett, holte uns vom Busbahnhof ab und zeigte uns am nächsten Tag dann auch gemeinsam mit seiner Freundin die Stadt. Ich mag das sehr, wenn einem die Einheimischen ihre Stadt zeigen. So sieht man auch Ecken jenseits der Touristenmassen. Jedenfalls hatten wir da auch wahnsinnig Glück mit dem Wetter - Bergen gilt eigentlich als die regenreichste Stadt Europas, bei uns schien den ganzen Tag die Sonne.


Schließlich ging's weiter nach Askøy, das ist eine kleine Insel in der Nähe von Bergen. Dort blieben wir für zwei Nächte in einer Villa - wohlgemerkt, auch hier nutzten wir Couchsurfing (und mussten dementsprechend nichts bezahlen...!). Das Haus war einfach der Wahnsinn: Es gab einen riesigen Garten, ein Billiard-Zimmer, mehrere Wohn- und Esszimmer, mehrere Schlafräume, eine Waschküche und mehrere Bäder. Das Ganze in traumhafter Lage mit Blick aufs Meer, viel Grün und in unmittelbarer Nähe zu einem kleinen See. Ich wäre am liebsten eine ganze Woche oder länger dort geblieben! Ich versteh' immer noch nicht so ganz, wie das Ganze finanziert wird. Wir waren aber jedenfalls sehr froh, dass wir in Stians Haus bleiben durften.


Das Beste war aber, dass wir dort so viele interessante Leute trafen - eine Amerikanerin, zwei aus Ungarn, drei Kanadier, einen Norweger, einen aus Südtirol, und und und. Abends saßen dann alle immer zusammen, mal spielte Natalia, mal David (einer der Kanadier) Gitarre und wir führten die absurdesten Gespräche. Kurzum: Es war eine sehr tolle Zeit und es gab sogar eine Katze.


Am zweiten richtigen Tag in Bergen regnete es dann - hallo, typisches Bergen-Wetter! - sodass wir unser Sightseeing-Programm etwas herunterschraubten. Aber es war auch so ein schöner Tag. Eigentlich wollten wir dann nach Volda - wo Cori gerade ihr Auslandssemester macht - trampen. Es regnete dann aber ziemlich stark und weil so wir fertig waren - wir hatten die Nacht durchgemacht - beschlossen wir, doch den Bus zu nehmen. Im Nachhinein gesehen war das auch die absolut richtige Entscheidung, denn unterwegs sah ich kaum Autos, die uns hätten mitnehmen können. Die Fahrt nach der durchgemachten Nacht war schon ziemlich anstrengend, aber der Ausblick entschädigte uns dann für alles. Wir passierten riesige Fjorde, beeindruckende Wasserfälle, kleine bunte Holzhäuser und unglaublich klare Seen.






In Volda richteten wir uns erst mal etwas häuslich ein. Abends lernten wir Coris Freunde kennen. Ich finde das immer sehr spannend, wenn man Leute kennenlernt, die man nur so vom Hörensagen kennt. Den nächsten Tag erkundeten wir dann das regnerische Volda. Das Highlight: ein Bücherladen, der von oben bis unten aus nichts anderem als aus Bücher zu bestehen schien. Ich glaube, man könnte Tage hier verbringen! Am letzten Tag zeigte sich Volda dann doch noch von seiner sonnigen Seite.





Ålesund liegt in etwa 1h50min von Volda entfernt. Der Freitag wurde dementsprechend unser "Bus-Tag". Wir fuhren nämlich nicht nur nach Ålesund und zurück, sondern abends dann auch noch mit dem Nachtbus weiter nach Oslo. Der Ausflug nach Ålesund hat sich aber auf jeden Fall gelohnt! Die Stadt ist super schön. Aber wahrscheinlich trifft das auf jede Stadt zu, die am Wasser liegt. Jedenfalls waren wir auf dem Stadtberg und schlenderten ein wenig durch die Straßen und am Wasser entlang. Am liebsten wäre ich auch hier noch ein wenig länger geblieben, aber wir mussten ja abends noch packen und uns fertig machen.






Letzter Halt: Oslo. Ich weiß gar nicht, was ich darüber schreiben soll. Wir waren nur einen Tag und eine Nacht (letzere verbrachten wir am Flughafen - komfortabel ist was anderes...) dort, aber wir haben so viel gesehen! Das mag ich an kleineren Städten: Man kann an einem Tag wirklich viel sehen und hat danach dann das Gefühl, dass man wirklich, wirklich dort war. Oslo ist eine dieser Städte. Jedenfalls waren wir erst an der Oper (Fotos unten) und schlängelten uns dann irgendwie durch die wichtigsten Viertel. Abends kamen wir zur Oper zurück - so schloss sich der Kreis.


Bei unserer Tour kamen wir am Royal Palace vorbei, an der Festung Akershus, am hippen Viertel Grünerløkka, dem Occupied House, dem House of Literature und noch vielem mehr vorbei. Vielleicht gibt's irgendwann noch einen Blogpost à la "One Day in Oslo". Besonders in Grünerløkka hat's mir sehr gut gefallen. Hier gibt es sehr viele Parks, in jedem war gefühlt eine Live-Band und die Straßen sind einfach sehr hübsch mit bunten Türen, vielen Blumen und so weiter. 

Insgesamt war's eine sehr tolle, erlebnisreiche Reise. Anfangs dachte ich, dass es zu dritt etwas schwierig werden könnte, aber das war überhaupt nicht so! Wir verstanden uns super. Norwegen ist ein sehr schönes, wenn auch teures Land. Ich will definitiv mal wieder hier herkommen - oder wenigstens in eines der skandinavischen Nachbarländer.


Wer noch mehr Bilder sehen möchte: Auf Instagram haben wir fleißig unsere besten Fotos gepostet, sobald wir Wifi hatten. Ihr findet alles unter dem Hashtag "Corway" - beziehungsweise die Bilder am Ende gehören nicht mehr dazu. Auf unsererer Reise begleiteten uns gefühlt auch immer wieder die gleichen Song. Ich hab deswegen mal eine Playlist erstellt: