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24 November 2013

Travelguide {Amsterdam}



Nach einer unglaublich kurzen Nacht stehe ich etwas verspannt aus dem Bett auf. Mal wieder muss ich festellen, dass ich absolut kein Morgenmensch bin. Aber wer etwas von der Welt sehen will, kann nicht einfach liegen bleiben. Meine Mum fährt mich netterweise zum Zug. Auf der Fahrt sehen wir die Sonne aufgehen, das hübsche Farbenspiel am Horizont begleitet uns bis zum Bahnhof. Wir setzen uns noch etwas auf eine Bank und sehen uns den See an. Mal schauen, wann ich dasn nächste Mal nach Hause komme, schießt es mir durch den Kopf. So früh bin ich schon lange nicht mehr mit der Bahn aufgebrochen. Es ist ein eigenartiges Gefühl zu wissen, dass man den halben Tag in wackelnden Zügen, überfüllten Abteilen und ohne eine richtige Mahlzeit verbringen wird. Urlaub sieht anders aus. Die Fahrt nach Offenburg verläuft ruhig; anfangs kommt es mir vor, als wäre ich alleine in der roten Regionalbahn. In Offenburg angekommen die erste gute Nachricht des Tages - ich werde meine Freunde früher als geplant treffen, und zwar schon in Frankfurt am Main und nicht erst in Amsterdam. Vorfreude! Bis dorthin verläuft alles nach Plan. Ich muss mit meinem Gepäck zwar mehrmals im ICE den Platz wechseln, weil irgendwelche verärgerten Menschen auf ihrer Sitzplatzreservierung beharren - typisch Deutschland; was macht es aus, ob man jetzt einen Platz weiter links oder rechts sitzt? -  dennoch ist der Zug pünktlich und das reicht ja schon mal auch. 
Sunrise // Noch einmal am See // "Gemütlich" Bahn fahren. Nein, das ist zum Glück nicht mein Gepäck.
In Frankfurt dann also das Wiedersehen. Ich kann es irgendwie noch nicht richtig fassen; vielleicht bin ich auch einfach zu müde. Es ist so unbeschreiblich, die Menschen wieder um einen vereint zu wissen, mit denen man über zwei Monate ein winzig kleines Zimmer am anderen Ende der Welt teilte. Wie eine Art Familientreffen, nur das man sich darauf unglaublich freut, was bei manchen Familientreffen ja nicht unbedingt der Fall ist... Wie dem auch sei. Die Weiterfahrt verzögert sich. Der Typ, der die Durchsagen ins Mikrofon nuschelt, sagt irgendwas von wegen technischer Störung. Ich nehme mir gedanklich vor, die gesamten Gründe für die verspäteten Weiterfahrten der Deutschen Bahn - man könnte auch sagen "Ausreden" - irgendwann irgendwie zu protokollieren... Wahrscheinlich gibt es dazu bereits einen tumblr-Blog. 

Wiedersehen mit den Besten.
Nach einer gefühlten Ewigkeit setzt sich der Zug zu unserer großen Überraschung doch noch in Bewegung. Auf dem Weg machen wir Halt in Köln, wo eine weitere Freundin zusteigt. Ich fühle mich glücklich. Und das, obwohl die Fahrt noch Ewigkeiten weitergeht. Schlafen ist auch nicht wirklich drin, weil ein kleiner Junge dauernd irgendwas vor sich hinprasselt. Wie kann man nur so viel Energie haben? Doch irgendwann kommt der Moment. Der Moment, an dem wir endlich ankommen. In Amsterdam. Einer weiteren europäischen Hauptstadt. In meinen Gedanken hake ich die Stadt von meiner Reise-Liste, die auf meinem Schreibtisch in Augsburg liegt. In einem Heftchen habe ich alle möglichen Städte, Plätze und Länder der Welt notiert, die ich noch unbedingt sehen muss. Jedenfalls begrüßt uns erst einmal eine Marihuana-Wolke, als wir aus dem Zug steigen. Willkommen in Amsterdam! Ab hier beginnt der eigentliche Travelguide.
Frankfurt am Main // Geplante Abfahrt und so... // Finally there - Amsterdam!
Wenn man nichts gegen Verspätungen und ein gutes Nervenkostüm hat - wir haben auf der Rückfahrt tatsächlich jeden Anschlusszug verpasst und waren dann um halb 1 statt um 22 Uhr daheim...! - kann man günstig mit der Bahn nach Amsterdam kommen. Wir haben je Fahrt zwischen 29 (mit Bahncard) und 39 Euro (für eine Fahrt je) gezahlt. Aber wie gesagt, ist nicht unbedingt der spaßigste Reiseweg, ich war gute neun-zehn Stunden auf der Hinfahrt unterwegs. 

Blick auf den Hauptbahnhof
Eine typische Straße / die bekannten Häuschen




Da wir Geld sparen wollten, kamen für uns nur Hostels und andere günstige Unterkünfte in Frage. Letztendlich haben wir uns für's Meininger Hotel entschieden. Mit dem Zug ist man in 5 Minuten am Hauptbahnhof, ist also recht gut angebunden. Die Zimmer waren recht schön und eigentlich genauso wie auf den Bildern. Die Küche war hingegen etwas klein, sodass man manchmal schon etwas warten musste, ehe man mit kochen anfangen konnte. Morgens gibt es gratis Kaffee, was wir aber erst am zweiten Tag rausgefunden haben. Das Personal ist teilweise etwas seltsam und verplant. So konnten wir am Ende keinesfalls ein 7er-Zimmer bekommen, wie wir es eigentlich gebucht hatten. Stattdessen bekamen wir ein Einzel- und ein 6er-Zimmer zugeteilt. Da zwei unserer Freunde eine Nacht weniger da waren, gab es darüber hinaus weitere Verwirrungen: so mussten wir letztendlich für die eine Nacht noch einmal umziehen - da waren wir zwar nur noch zu fünft, bekamen dann aber ein 7er-Zimmer, das wir übrigens mit zwei Fremden teilen mussten...! (Nicht falsch verstehen, ich hab kein Problem damit, neue Kontakte zu knüpfen. Aber die waren nachts echt mega laut und der ganze Stress mit dem Umziehen war einfach nur sinnlos.). Insgesamt würde ich das Meininger aber dennoch empfehlen.


Amsterdam ist eine echt tolle Stadt und es gibt zig Sachen, die man dort machen kann! Was ich auf jeden Fall empfehlen würde: Macht eine Grachtenfahrt! Wir zahlten dafür 10 Euro, haben die Fahrt aber schon im Hotel gebucht. Ansonsten kommt es drauf an, was man so mag. Was mir besonders gefallen hat, war der (Floh)Markt Waterlooplein. Leider waren wir da nur eine Weile, aber so ist das eben, wenn man mit einer größeren Gruppe unterwegs. Schön sind natürlich auch die vielen Grünflächen. Ich finde so etwas in einer Großstadt echt wichtig und Amsterdam hat wirklich tolle Plätze, wo man sich erholen kann! Neben dem bekanntesten, dem Vondelpark, waren wir auch in einem netten Park im De Pijp Viertel. Etwas schade fand ich, dass wir nicht ins Anne Frank Haus oder Van Gogh Museum gegangen sind. Aber wer weiß, vielleicht komm' ich ja noch einmal in die Stadt. Wenn man längere Zeit da ist, lohnt sich auch ein Ausflug nach Zandvoort, ans Meer. Ach ja, das Rotlicht-Viertel sollte man sich auf jeden Fall auch mal geben.

Flohmarkt Waterlooplein - Kamera-Liebe.
Grachtenfahrt.
Ein wenig Touri-Sein gehört auch dazu, "Amsterdam calling".
Auch ein Spaziergang durch das Rotlicht-Viertel kann amüsant sein.

Amsterdam ist teuer, das muss man leider sagen. Wir kamen zwei Mal in eine Situation, in der die Preise absolut übertrieben waren. Eine meiner Freundinnen zahlte zum Beispiel für einen winzigen Kaffee 5€, was echt nicht sein muss. Gleich am Anfang entdeckten wir aber ein nettes Restaurant, was angemessene Preise hatten. Zur Auswahl stehen dort zwar nur Pizza & Pasta, die Qualität des Essens war aber echt gut. Ihr solltet euch das nicht entgehen lassen, wenn ihr Fans der italienischen Küche seid. Dafür müsst ihr einfach die Straße vom Hauptbahnhof geradeaus runterlaufen, auf der linken Seite solltet ihr die Grachten haben. Dass ihr richtig seid, bemerkt ihr an dem Bild (im Restaurant) mit einer nackten Frau, die sich in einem Teller Spaghetti räkelt.
Alles Käse?!

Oder doch lieber leckere Waffeln?
Yummy Pizza! // Die "Crew". 
Da fällt mir als Erstes die Sprache ein! Seit ich in Neuseeland war und öfter mal auf Niederländer gestoßen bin, mag ich diese Sprache einfach. Ich wünschte, ich könnte sie selbst sprechen. Ansonsten haben mir die vielen, vielen Brücken gefallen, die kleinen Details an den ganzen Fahrrädern, die kleinen Gässchen, die schönen Häuschen, das ganze Flair! Amsterdam ist einfach eine wirklich tolle Stadt. Das Beste aber: meine Begleitung! ♥


 
Der Fahrstil der Holländer ist teilweise etwas rasant; egal, ob mit dem Auto oder auf dem Rad - Vorsicht ist also geboten! // Wie gesagt, gestaltete sich die Essenssuche auch etwas schwierig. // Teilweise waren abends sehr, sehr viele Menschen unterwegs - meiner Meinung nach etwas zu viele Touristen; auch am Strand fand ich's zu überfüllt. Aber das sind eben die Risiken, die man auch sich nehmen muss, wenn man zur Urlaubszeit verreist.

Erholung im Park und hektisches Stadtleben - beides geht ineinander über
An einer der Grachten

Wart ihr schon einmal in Amsterdam? Habt ihr vielleicht noch den ein oder anderen Insider-Tipp für meinen nächsten Besuch? 



15 September 2013

Street Art {Amsterdam, I}


Zugegeben, es ist schon ewig, ewig, ewig her, dass hier mal Street Art-Fotos auf der Bildfläche erschienen. Ich hatte aber in letzter Zeit so das Gefühl, dass die Resonanz für diese Art von Bildern nicht so groß ist. Außerdem bin ich immer noch am Überarbeiten meiner Unterseiten, sodass nicht so viel Zeit blieb, neue Posts in dieser Kategorie zu erstellen. 

Wie dem auch sei: Heute soll's wieder Street Art auf diesem Blog geben und zwar aus Amsterdam! 


An vielen Schildern und Laternen gab es irgendwelche Aufkleber, die mal wieder sofort in meinen Blick kamen. Mittlerweile achte ich natürlich auch vermehrt darauf. Allzu viel schöne Street Art-Bilder hatte Amsterdam leider nicht zu bieten. Deswegen wird das vorerst auch der erste und letzte Post dazu sein. Eventuell werde ich noch ein - zwei Bilder in meinen Travelguide einbringen - aber bis ich den fertig habe, dauert's wohl noch etwas.

Wie gefallen euch die Bilder so?
Ach ja: An dieser Stelle mal wieder tausend Dank für jeden neuen Leser! Ich freue mich echt sehr darüber! Ihr könnt mir jederzeit in den Kommentaren oder per Mail Fragen stellen, ich beantworte sie gerne.


28 August 2013

Analoge Schätze {Amsterdam}


Neben meiner Canon, meiner alten Digitalkamera und meinem Handy schaffte es auch noch eine Einwegkamera mit ins Gepäck nach Amsterdam. Okay, ich geb's zu: Ich habe ein Fotografier-Problem - was früher oder später sicher wieder zu einem Speicherproblem führen wird. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls konnte ich jetzt endlich, endlich die analogen Bilder abholen (wie hat man diese Wartezeit früher nur rumgebracht...?!) und die möchte ich euch nicht vorenthalten.


I  amsterdam - im Museumsviertel.

Ausblick während einer Grachtenfahrt.

Am Strand von Zandvoort.

Viel, viel Himmel, viele Menschen und das wundervolle Meer. Ein schöner Tag am Strand!

Where to go?

Ein Schwan im Rotlichtviertel beim Sonnenuntergang.

Spiegelung des Sonnenuntergangs.

Auch wenn viele der Bilder nichts geworden sind, würde ich für die nächste Reise dennoch eine Einwegkamera holen. Das Warten auf die Bilder, die Spannung, ob die Bilder etwas geworden sind und die Mischung aus kräftigen und verwaschenen Farben machen für mich einen besonderen Charme aus.



19 August 2013

Amsterdam {seen through a 50mm lens}


In diesem Post habe ich euch ja schon von meinem neuen Baby, dem 50mm Objektiv mit 1.8 Blende von Canon erzählt - in Amsterdam kam das Schätzchen dann zum ersten Mal richtig zum Einsatz! Anfangs etwas ungewohnt, nach ein paar Tagen dachte ich mir aber, wie ich jemals ohne dieses Teil auskommen konnte. Ein Teil meiner Aufnahmen möchte ich heute mit euch teilen:


Diese kleinen Häuschen habe ich per Zufall in einem Fenster entdeckt - ich liebe solche Details ja. In Amsterdam gibt es quasi überall etwas zu sehen, man muss nur die Augen offen halten!


Links: Käse - soweit das Auge reicht! Mein Tipp: In jedem Käseladen stehen diese kleinen Schälchen zum Probieren rum, einfach nur köstlich! Meine Freunde fanden besonders den Käse mit Pesto- und Knoblauch-Geschmack lecker; beide Sorten hab ich leider irgendwie "verpasst".

Rechts: Fahrräder und (Haus)Boote, (Haus)Boote und Fahrräder! Manchmal hat man den Eindruck, dass die Stadt fast schon explodiert vor Rädern. Ich finde es aber schön, dass hier nicht so viele mit dem Auto unterwegs sind. Da bin ich aus Asien ganz andere Dinge gewöhnt...


Quasi das Pflichtprogramm: ein Besuch bei Starbucks! Eigentlich ist mir egal, woher mein Kaffee am Morgen kommt. Da ich aber mit den Mädels, die mich in Amsterdam begleiteten und die ich in Neuseeland kennengelernt habe, sehr oft bei Starbucks war, gehörte das dazu. Man beachte das Spiel mit der Schärfe und Unschärfe.


Leckereien unterwegs  und noch mehr Kaffee. Was braucht man schon mehr?


Auszeit in einem der vielen Parks in Amsterdam, hier im Stadtviertel De Pijp. Spätestens bei dem Bokeh war ich von dem Objektiv überzeugt!

Vorbei am Blumenmarkt. Da wir uns nicht so wirklich für Blumen interessieren (hallo, bei mir gehen selbst Kakteen kaputt...!), sind wir nicht durch den Markt selbst gelaufen. Auch hier gefällt mir wieder das Licht besonders gut.


Links: "Dream more. Work less!" - Rechts: "Do as you wish".
Ach ja, manchmal sollte man auf die Worte der Straße hören...


Das Klischee mit den Holzschuhen stimmt: Überall konnte man sie kaufen, natürlich mit Tulpen und Windmühle bedruckt.


Links: Die Kanäle und die Brücken sind charakteristisch für Amsterdams Stadtbild. Anders könnte man sich die Stadt vermutlich nicht vorstellen...
Rechts: Schilder, gesehen auf dem Albertmarket in De Pijp - sehr süß!


Wie oben schon geschrieben: das Bokeh verzaubert mich! Das wahrscheinlich tollste Feature an dem Objektiv. Wenn mehr als zwei Personen fotografiert werden - so wie hier - besteht aber die Gefahr, dass die Person im Vordergrund schärfer wird als die im Hintergrund. Deshalb sollte man versuchen, dass alle Personen auf gleicher Ebene sind.

Insgesamt bin ich mit dem neuen Objektiv jedenfalls sehr, sehr zufrieden! 



13 August 2013

I'm back...


Nach einer knappen Woche daheim am schönen Bodensee und einer knappen Woche im wundervollen Amsterdam bin ich nun wieder zurück! Eine gewaltige Menge an Bildern konkurriert mit dem Stapel an Arbeit, den ich noch vor mir habe, bis ich das Semester als "abgeschlossen" bezeichnen kann.
Einen kleinen Vorgeschmack gibt es trotzdem - um die Zeit kann sich doch keiner auf Uni-Sachen konzentrieren:





Demnächst gibt's dann noch mehr Bilder von Amsterdam und auch vom Bodensee. Eventuell schaff ich's sogar, einen Reise-Guide zu schreiben.

Womit verbringt ihr so euren Sommer? Daheim? Im Ausland? Freu mich über Tipps jeglicher Art!