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11 April 2015

DIY {Selfmade-Regal}


Heute gibt's ein kleines, aber feines Do It Yourself. Und zwar zeige ich heute, wie ihr in wenigen Schritten aus einer Weinkiste ein Regal für eure Küche machen könnt.

Das geht so: 

1. Ihr braucht eine alte Wein-/Obstkiste, einen Hammer und eine Beißzange. Außerdem etwas Schmirgelpapier - je nach Zustand und Optik eurer Kiste.

2. Als Erstes entfernt ihr mit einem Hammer und einer Beißzange die Nägel am Boden der Kiste. Schleift die Seiten, die ihr später verwenden wollt, etwas mit Schmirgelpapier ab.

3. Danach zerlegt ihr die Kiste weiter. Sucht euch eine der "langen" Seiten aus, die am Ende vorne sein soll.


3. Als Nächstes wählt ihr aus dem übrigen Material zwei Seitenleisten aus und eine Leiste für oben, die ihr dann dran nagelt. 

 4. Schließlich sucht ihr euch noch ein Stück Holz, das ihr als Boden verwenden könnt. Nagelt auch diesen Teil dran. Et voilà: Fertig ist das Regal!

5. Am Ende könnt ihr das fertige Regal noch an der Wand aufhängen oder einfach in der Küche irgendwohin stellen. 


Die Idee zu diesem Regal hatte mein Stiefvater übrigens aus dem Augsburger Geschäft/Café Lokalhelden, das ich euch hier bereits vorgestellt habe. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

 

01 April 2015

Retrospective {Januar / Februar / März}


Und auf einmal ist es schon April. Das erste Master-Semester ist vorbei, seit Anfang Februar mache ich mal wieder ein Praktikum. Außerdem war ich im Februar zum ersten Mal in Berlin und  im März in Wien. Im Januar ging's mal wieder an der Ostsee. Meine Highlights der vergangenen drei Monate:

Januar: Travemünde
Keine richtige Tradition, aber: Wenn meine Schwester zu Besuch in Hamburg ist, fahren wir ans Meer. Zumindest haben wir das bisher so gemacht. Im Januar waren wir in Travemünde. Und es war ziemlich witzig - wir waren nämlich so "schlau" und haben eine Abkürzung genommen. Einen Steilhang nach unten. Ich sag's mal so: Es war matschig. Und dreckig. Auf jeden Fall kamen wir so gut mit fremden Leuten ins Gespräch. Wir wurden nämlich von jedem, der uns begegnete, erst mal belächelt und dann angesprochen, "Was habt ihr denn gemacht?". Wir nennen es Neujahrsrutsch.


Irgendwie bin ich jedes Mal sofort tiefenentspannt, wenn ich am Meer bin. Auch wenn das Wetter nicht ganz so toll war - teilweise hat's geregnet und es war sehr windig - dennoch ein schöner Tag. 


Ach ja: Im Internet lasen wir von dem Tipp, einen Abstecher auf die Halbinsel Priwall zu machen. Meiner Meinung nach könnt ihr euch das sparen. Es gibt nicht sonderlich viel zu sehen und im Herbst/Winter sieht es ziemlich trostlos aus. Da ist Travemünde auf jeden Fall viel schöner - reicht also, dort zu bleiben. Spazieren kann man da auch genug.





Ansonsten war ich im Januar mit vielen Uni-Abgaben (und Kaffeetrinken) beschäftigt - weniger spannend also. Dennoch schaffte ich es auch mal nach draußen und war viel mit Freunden unterwegs.

Februar 
Im Februar begann mein Praktikum - und damit das frühe Aufstehen. Ich bin echt kein Frühaufsteher. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt - Kaffee sei dank. So unterschiedlich kann übrigens mein Weg zur Arbeit aussehen:





Berlin 
Relativ spontan besuchte ich im Februar außerdem einen guten Freund in Berlin. Für die meisten ist das vermutlich nichts Besonderes - für mich schon. Denn: Davor bin ich noch nie in Berlin gewesen. Jetzt habe ich's also endlich, endlich mal geschafft (ein Blogpost dazu kommt noch).


Jedenfalls haben wir sämtliche Touri-Sachen angeschaut, waren in verrückten Bars und hatten einfach eine gute Zeit.

März
Das Highlight im März war eindeutig Wien. Nicht nur, weil die Stadt sehr, sehr toll ist, sondern weil ich endlich meine drei besten Freundinnen aus Augsburg wiedersehen konnte. Es war ziemlich kalt, kälter als in Hamburg, aber wir hatten eine super Zeit.



Auch hier stand wieder das volle Touri-Programm (Prater, Hofburg, Naschmarkt, Schönbrunn,...) auf dem Programm. Ziemlich anstrengend, aber auch schön. Ich entdecke gerne unbekannte Städte.

Zu Wien gibt's demnächst auch mehr auf dem Blog. 

Hamburg
Inzwischen wohne ich schon seit sechs Monaten in Hamburg - und ich liebe es hier einfach! Ich hätte das nie gedacht, aber ich bin sehr froh, dass ich mich für Hamburg und gegen Berlin entschieden habe. Berlin ist sicher eine tolle Stadt, aber im Moment wäre mir das zu groß und zu stressig. Ich mag es, dass man hier nicht lange braucht, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Und dass jeder Stadtteil trotzdem eine ganz andere Atmosphäre hat. Außerdem fühle ich mich hier sehr, sehr wohl. Also alles richtig gemacht. Bin gespannt, was mich hier noch so alles erwartet.



Alle Bilder stammen übrigens von meinem Instagram-Account. Freu' mich übrigens immer über neue Follower. Ihr könnt mir auch gern euren Insta-Link da lassen, dann schau ich mal rein. :)


28 März 2015

72 Hours in Vienna {Travel}


2015 wird wohl das Jahr der neu erkundeten Städte. Nach meinem Trip nach Berlin folgte Wien - meine gedankliche Zelda-Map verliert an Grau. Ich liebe neue Orte! Sie sind meistens vollkommen anders, als ich sie mir ausgemalt habe. Oslo habe ich mir zum Beispiel ganz anders vorgestellt, ich kann gar nicht beschreiben, wieso. Nicht so grün, nicht so viel Wasser, nicht so hip. Keine Ahnung, wieso, denn bei Norwegen habe ich eigentlich ziemlich viel Grün und ziemlich viel Wasser im Kopf. Wie dem auch sei: Heute nehme ich euch virtuell mit nach Wien. 

Gemeinsam mit zwei anderen Freundinnen besuchte ich Mitte März die liebe Natalia in Wien. Das ist das Beste an fremden Städten: Wenn man jemanden kennt, der dort lebt und sich etwas auskennt. Das war auch in Bergen so toll - unser Host vom Couchsurfing und seine Freundin zeigten uns die Stadt, sodass wir auch andere Ecken als die auf den Touristenwegen zu sehen bekamen. Kann ich jedem nur empfehlen! Aber zurück zu Wien. Am ersten Abend ließen wir es ruhig angehen - aber das war auch vollkommen in Ordnung, denn ich kam erst relativ spät an und war vom Flug und dem Hin und Her etwas erschöpft.

Hamburg von oben
Jedenfalls habe ich mich auf den ersten Blick in Wien verliebt, so kitschig das auch klingt. Die Stadt hat einfach so viel Flair, jedes Gebäude ist mit dem ganzen Stuck und den anderen architektonischen Elemente, deren Namen ich nicht kenne, ein kleines Kunstwerk für sich. Kurzum: Ich fühlte mich direkt wohl. Das finde ich bei "neuen" Städten immer wichtig.





Den ersten "richtigen" Tag starteten wir mit einer kleinen Tour vom siebten bis zum ersten Bezirk. Es war ziemlich kalt, kälter als in Hamburg. Wir haben so viel gesehen, dass ich schon gar nicht mehr alle Namen der Gebäude weiß. Wir waren auf jeden Fall im Museumsquartier, bei der Hofburg und am Stephansdom. Außerdem gingen wir unserer neuen Lieblingsbeschäftigung nach: Fotos von Leuten zu machen, die selbst gerade fotografierten; das war sehr, sehr lustig.


Irgendwann wärmten wir uns in einem Café auf. Ja, Café - kein Kaffeehaus. Insgesamt haben wir recht wenig Wientypisches gegessen, aber was soll's. Wir hatten auch ohne Sachertorte, Schnitzel und Palatschinken eine gute Zeit.



Jedenfalls waren wir im Jonas Reindl bei der Uni - das kann ich euch wirklich empfehlen! Der Kaffee schmeckt gut, der Kuchen ist irre lecker (ich hatte eine Weiße-Schokolade-Tarte... oh mein Gott!) und die Kellner sind auch ziemlich heiß, haha. Wir konnten's natürlich nicht lassen und haben den hübschen Kuchen gleich fotografiert. Das Lustige daran: Da war irgend so ein Filmteam am Start; die drehten etwas über "Fotografieren im öffentlichen Raum". Jedenfalls fragten sie uns, ob sie uns beim Fotografieren unseres Essens filmen könnten - sehr skurril das Ganze, aber ich bin mir sicher, wir werden damit große Filmstars (unsere anderen beiden Freundinnen meinten, nachdem wir ihnen das später erzählten, dass die Jungs vielleicht auch einfach nur einen Handfetisch haben - pah!). 

Den Tag über liefen wir noch etwas durch die Stadt. Waren in einem Secondhandladen in der Neubaugasse mit lustigen uralt Fotos. Zum Mittagessen waren wir quasi gleich neben an in so einer Art Kantine. Das lohnt sich auch, weil die Speisen nur aus nachhaltig produzierten Zutaten zubereitet werden und es dazu noch günstig ist. Wir teilten uns eine Suppe und das Tagesgericht (sehr viel Gemüse, leckere Lasagne) und zahlten dafür zu dritt jeweils drei Euro.
 


Am zweiten Tag gaben wir uns das volle Touri-Programm. Zum Brunch waren wir bei Zweitbester Anschließend rollten schlenderten wir über den Flohmarkt beim Naschmarkt. Flohmärkte sind immer toll zum Fotografieren, ich liebe die Atmosphäre dort. Unsere tollste Errungenschaft: ein Holzrahmen für einen Euro, mit dem wir später viel Spaß auf unseren Fotos hatten. 







Danach ging's weiter auf den Naschmarkt. Zum Glück waren wir vom Frühstück noch so voll, dass wir den meisten Versuchungen widerstehen konnten.


Der Naschmarkt gehörte für mich aber definitiv zu den Highlights. So viele frische Früchte, bunte Farben und unterschiedliche Menschen auf einem Fleck. Dazu die ganzen Gerüche und tausend Eindrücke auf einmal. Eine kleine Reizüberflutung, die sich auf jeden Fall lohnt. Versucht bei den getrockneten Früchten Wassermelone! So lecker! Hier gibt's auch ganz viele fertige Sachen wie Falafel oder Palatschinken zum Essen. Davon würde ich beim nächsten Besuch in Wien auch gern mal etwas probieren.





Eigentlich wollten wir mit der Ringbahn eine Runde drehen und uns die bekanntesten Sehenswürdigkeiten anschauen. Nun sollte man meinen, dass das nicht so schwer ist. Allerdings machte uns die App der Öffentlichen da einen Strich durch die Rechnung - sie führte uns stattdessen zur Linie 1. Die klappert zwar auch sämtliche bekannte Gebäude ab, allerdings verkehrt sie nicht so ganz, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Trotz einiger Verwirrungen schafften wir es dann aber doch noch zu den wichtigsten Sachen: Hundertwasserhaus, Stephansdom, Hofburg, Oper, Rathaus, Peterskirche, und und und. Ich hab mir leider nicht die Namen von allem gemerkt. Aber die Stadt ist so toll, geht einfach selbst hin und entdeckt sie für euch.




Vor dem Hundertwasser verbrachten wir gefühlt Ewigkeiten. Es gehörte eindeutig zu unseren Lieblingslocations. Aber die Häuser sind ja auch sehr besonders mit den Farben und Formen. Eigenltich schade, dass es nicht mehr davon gibt.


Irgendwann legten wir wieder einen Kaffee-Zwischenstopp ein. Im Jonas Reindl hatten wir eine kleine Karte mitgenommen, auf der Independent Coffees in Wien eingezeichnet sind - also kleine Cafés mit (teilweise) nachhaltigem Konzept. So kamen wir auf das Café Balthasar. Auch hier wieder: guter Kaffee und leckeres Gebäck - das können sie auf jeden Fall, die Wiener.


Weiter ging's zum Stephansdom, den ich in der kurzen Zeit bereits zum zweiten Mal zu sehen bekam - dieses Mal aber auch von innen.




Als wir den Dom verließen, wurde es recht schnell dunkel. Aber das verlieh der Stadt einen ganz anderen Charme. Wien ist nachts noch viel, viel schöner - also schaut euch die Stadt unbedingt auch nachts an.


Besonders die Peterskirche überraschte mich nachts - tagsüber hatte ich das Gebäude kaum wahrgenommen. Manchmal braucht man eben doch eine andere Perspektive. Weiter ging's über die Hofburg zum Rathaus und zur Oper.






Abends aßen wir im Wiener Deewan pakistanisch. Ja, ich weiß, auch das ist alles andere als österreichische Hausmannskost. Aber das Essen ist wirklich lecker und noch besser ist eigentlich nur das Konzept dahinter: die Gäste bestimmen den Preis selbst, man kann so viel essen wie man möchte und es wurde von pakistanischen Flüchtlingen gegründet. Und das Essen ist verdammt lecker. 

Später am Abend waren wir dann noch auf dem Riesenrad beim Prater. Ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht davon. Klar, die Aussicht ist schön. Aber die Runde verging doch ziemlich schnell und ich bin mir sicher, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, die Stadt von oben zu sehen. Aber manche Touri-Sachen muss man halt doch machen. Auch wenn man sich später denkt, dass man sie sich hätte sparen können.


Was ich am Prater allerdings toll fand: Diese Holzwand, in die man seinen Kopf stecken kann. Ich bin eindeutig für mehr solche Aufsteller; dann muss man auch nicht seine eigenen Foto-Probs mitnehmen.


An meinem letzten Tag in Wien stand eigentlich nur Schönbrunn auf unserer Liste. Wir hatten nicht so viel Zeit, also entschieden wir uns für eine kurze Tour durchs Schloss - mit ein paar illegalen Fotos und meinen ersten Walzer-Tanzschritten. Man könnte wahrscheinlich Tage hier verbringen. Allein, um die riesigen Parkanlagen zu erkunden. Ich würde gern im Sommer noch einmal hin; ist bestimmt wunderschön, wenn alles grün ist und blüht. Jetzt, im Winter, sah alles etwas trostlos aus.





Seid ihr schon einmal in Wien gewesen? Was sind eure Tipps für die Stadt? 

Die Fotos stammen teilweise auch von Natalia, Cori und A. und unterliegen daher ihrem Copyright. Insgesamt hatten wir am Ende über 1.500 Fotos - das passiert, wenn man mit vier Spiegelreflexkameras, vier Handys, einer analogen Kamera und einer Digitalkamera loszieht. Ups.