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08 Februar 2015

Lieblingsläden {Hamburg: Liebes Bisschen}

Heute möchte ich mit einer neuen Rubrik auf meinem Blog anfangen. In Lieblingsläden will ich euch - oh welch Überraschung - künftig schöne Geschäfte vorstellen. Damit ist alles gemeint, wo man sein Geld liegen lassen kann: Cafés, Musikläden, Boutiquen, Bars, was weiß ich. Vielleicht merk' ich auch irgendwann, dass es mir keinen Spaß macht und dann hör' ich wieder damit auf. Aber ich möchte es zumindest mal versuchen. Heute stell' ich euch ein Café vor.



Das kleine Café Liebes Bisschen liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße vom Schulterblatt. Für alle Nicht-Hamburg: Das Schulterblatt ist quasi das Herzstück des Schanzenviertels, wo sich eine Bar an die nächste reiht. Der Ort, wo man sich seine Abende vertreibt, bevor man dann doch noch auf den Kiez zieht. Oder man bleibt doch einfach in der Schanze - wie auch immer.

Eine Bekannte hatte neulich von den Cupcakes dort geschwärmt. Eigentlich bin ich nicht so scharf auf Cupcakes. Ich liebe süße Sachen, keine Frage. Aber den Hype um Cupcakes habe ich nie so richtig verstanden - sind doch auch nur aufgepimpte Muffins. Wie dem auch sei. Vergangenen Sonntag hatte ich überraschend mal etwas Freizeit, also beschloss ich, der Sache eine Chance zu geben - zurecht. 

Schon als ich reinkam, roch es nach Kaffee. Neben der Theke - an der man übrigens auch seine Bestellung aufgibt - stand eine Vitrine mit pastellfarbenen Cupcakes. Genauso hatte ich mir das vorgestellt: Kleine Zuckerberge, die alle guten Sportvorsätze sofort vergessen lassen. Hallo, Zucker! Die normale Café-Geräuschkulisse - Milchaufschäumen, Tassengeklapper, Gespräche - wurde von einer amerikanischer Oldies ergänzt. Irgendwie passend.

Eigentlich hatte ich mir das Café etwas anders vorgestellt. Größer. Und nicht im Souterrain gelegen. Ähnlich wie Herr Max (übrigens auch sehr empfehlenswert!). Tatsächlich ist das Café Liebes Bisschen aber anders. In einem kleinen Raum, der an eine Mischung aus Küche und Wohnzimmer erinnert, stehen eine handvoll Tische im weißen Shabby Chic. Man könnte sie vermutlich auch als "Vintage" bezeichnen, wenn man hipp klingen mag. Die Wände sind bis auf einen schmalen Rand Richtung Decke in mintgrün gestrichen. Auf den Tischen standen Tulpen, die die Cupcake-Nuancen farblich perfekt ergänzten. Fast schon zu perfekt. Dennoch fühlte ich mich ganz wohl. 

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung mehr, welche Sorten ich hatte. Sie (an der Theke) hat die Sorten - die wechseln täglich - so schnell heruntergebetet, dass ich gar nicht hinterherkam und einfach nur auf die beiden deutete, die ich mich optisch am meisten ansprachen (so mache ich das übrigens auch immer beim Bäcker, wenn ich nicht weiß, wie die Sachen heißen. Warum haben die auch immer so affige Namen und warum sind die Namen in jedem Bundesland anders?).  

Der eine Cupcake schmeckte jedenfalls nach Himbeer mit Frischkäse-Frosting, der andere nach Johannisbeer. Aber ehrlich gesagt kann man da - wenn man jetzt nicht gerade eine krasse Abneigung oder Allergie gegen irgendwas hat - nichts falsch machen. Der untere Teil bestand bei beiden aus einem leckeren Kuchenteig, der obere aus einer leckeren Creme, die aber nicht zu schwer war. Ich war also mit meiner Wahl vollkommen zufrieden. Und: Ich hatte zwei kleine Cupcakes, aber das war von der "Portion" vollkommen ausreichend - mehr hätte ich vermutlich nicht geschafft.




Bei so wenig Plätzen ist der Laden natürlich sehr schnell voll. Andererseits lernt man dann seine "Mit-Café-Gänger" auch irgendwie leichter kennen. Es wirkt persönlicher, fast familiär. 

Neben Cupcakes (klein: 1,80€, groß: 2,50€) werden auch Kuchen (zwischen 2,50 - 3,50€), Brownies und Cookies angeboten. Bei den Getränken hat man die Wahl zwischen den typischen Heißgetränken (im Schnitt so 2,80€) und Kaltgetränken wie Bionade oder Wasser von Viva con Agua (auch das spricht schon mal für das Café). Insgesamt sind die Preise echt angemessen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Cupcakes alle selbst designet werden.

Adresse: Eifflerstraße 47, 22769 Hamburg
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 12-19 Uhr
 
Übrigens kann man sich hier auch Torten usw. designen lassen. 

 

16 Januar 2015

Winter Wonderland


Zwischen Weihnachten und Silvester war ich noch für einige Tage bei Verwandten auf der Schwäbischen Alb. Teilweise schneite es den ganzen Tag, sodass sich schon binnen kürzester Zeit eine Schneelandschaft wie aus dem Bilderbuch vor uns erstreckte. 

Eigentlich bin ich ja alles andere als ein Winterfan, aber so ein paar T
age im Schnee, das hat schon was. Wenigstens ist bei mir der Winter dadurch auch mal mental angekommen. 



An einem der letzten Dezembertage spazierte ich mit meiner Schwester und meiner Tante durch die Schneelandschaft. Außer uns war kaum ein Mensch unterwegs. Alles war so unglaublich still und die Luft noch reiner als sonst im Winter. Hin und wieder mussten wir gegen den Wind anlaufen, der uns die Kälte fast schon ins Gesicht peitschte.



Dennoch war es schön, mal wieder draußen in der Natur zu sein und den Winter zu erleben. Durch den weißen Wald zu laufen und Spuren im Schnee zu hinterlassen. An manchen Wiesen waren Obstbäume, die teilweise noch Früchte trugen - scheinbar hatte der Winter nicht nur uns, sondern auch die Natur etwas überrascht. 



Mit roten Nasen und eiskalten Wangen kamen wir wieder heim und wärmten uns erst einmal mit einer Tasse Tee auf. Jetzt bin ich wieder in Hamburg - keine Spur mehr vom Schnee. Aber das ist auch in Ordnung so, ich hatte meine Portion Winter gewissermaßen schon für diese Saison.



06 Januar 2015

This was {2014}


2014 gehört nun offiziell der Geschichte an. Es war für mich wahrscheinlich das stressigste Jahr überhaupt. Gleichzeitig war es aber auch ein sehr abwechslungsreiches, aufregendes und schönes Jahr. Meine schönsten Momente möchte ich heute mit euch teilen:

1. Norwegen 
Eine Woche lang war ich mit meinen Freundinnen Cori und Natalia in Norwegen - genauer gesagt, Bergen, Ask, Volda, Ålesund und Oslo - unterwegs. Es war wahrscheinlich die lustigste Woche im vergangenen Jahr mit dem geringsten Schlafaufkommen überhaupt. Wir lernten viele tolle Leute kennen, übernachteten in einer beeindruckenden Villa, sangen lauthals "unsere" Lieder und fotografierten ohne Ende. Kurzum: Es war perfekt - bis auf die Tatsache, dass die Vierte im Bunde von uns fehlte. Vielleicht schaffen wir's ja doch auch irgendwann mal zu viert. Das Video dazu findet ihr hier - ich kann's immer noch nicht oft genug sehen, Cori!

2. Das letzte Semester in Augsburg
Das letzte Semester in Augsburg sollte unser bestes überhaupt werden. Das haben wir uns zumindest festvorgenommen - und es wurde tatsächlich so! Wir feierten alles, was es zu feiern gab: Die Release-Party von der presstige, bestandene Prüfungen, Geburtstage, Jubiläen (ich glaube, das Wort habe ich noch nie ausgeschrieben... schreibt sich komisch!), Sommerfeste, eine Trash-Party, die WM, und und und. Nebenher noch die Bachelorarbeit und zu Beginn mein Praktikum. Insgesamt war es super toll, ich habe die Zeit mit den Leuten dort echt genossen! Wenn ich an all die glücklichen Abende denke, werde ich fast schon etwas melancholisch.



3. Bye-bye, Bachelor!
Mitte August habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben. Zwischenzeitlich habe ich stark daran gezweifelt, dass ich es überhaupt noch schaffen würde. Denn natürlich habe ich wie immer alles auf den letzten Drücker gemacht - ich habe die Arbeit in nur zwei Wochen runtergeschrieben. Und bestanden. Und gefeiert. Es war schon sehr emotional.

4. Timmendorfer Strand
Meine Schwester überraschte mich Ende Oktober mit ihrem Besuch; das beste Geburtstagsgeschenk überhaupt! Für einen Tag gingen wir an die Ostsee - und es war einfach nur toll. Das Wetter war super, es hat einfach alles gepasst an diesem Tag. 



5. Hamburg
"Hamburg oder Berlin?!" - meine armen Freunde mussten sich diese Frage im Sommer ziemlich oft anhören, denn die Master-Entscheidung stand bevor und ich hatte für beide Städte Zusagen bekommen. Nach unzähligen Entweder-oder-Listen, die zu keinem Ende führten, entschied ich mich für Hamburg. Im Nachhinein: Eindeutig die richtige Entscheidung! Ich fühle mich hier sehr, sehr wohl, die Stadt ist nicht zu groß, aber auch nicht zu klein und mir gefällt, dass man nicht lange ans Meer braucht. Zudem sind die Menschen hier mega nett. In Berlin war ich bis heute übrigens immer noch nicht; fast schon etwas peinlich, aber vielleicht ändert sich das ja 2015 noch.

6. Davos
Eigentlich bin ich kein Wintermensch, aber der Ausflug nach Davos im Februar war echt sehr lustig. Auch wenn ich mich immer noch nicht auf ein Snowboard oder Ski getraut habe - es war einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl in den schneebedeckten Bergen zu sein.


7. Leipzig 
Für ein Auswahlgespräch verbrachte ich im Juni ein paar Tage in Leipzig und traf drei alte Bekannte wieder. Ich mag das ja gerne, neue Städte zu erkunden - auch wenn ich dabei viel allein unterwegs bin. Irgendwie bemerkt man dann noch viel mehr Details. Auch wenn mir Leipzig sehr gut gefallen hat - ich bin froh, dass ich meinen Master jetzt doch in Hamburg mache. 

8. WG-Party
Meine Freundin Marie verabschiedete sich mit einer super WG-Party von uns im Februar, bevor sie für ein halbes Jahr nach Asien ging. Ich kannte auf der Party niemanden außer ihr und noch einer Freundin, Anja, und es war einfach nur gut. Anders kann ich es nicht beschreiben. Die Leute, die Musik, die Gespräche - besser konnte es nicht sein.


9. Salzburg
Mit meiner Schwester und einer amerikanischen Freundin von ihr ging's nach Salzburg. Auf sämtlichen bekannten Plätzen performten wir unsere eigene Choreographie zu "I'm gonna be" - irgendwann müssen wir daraus unbedingt ein Video machen. Wenn ich daran denke, muss ich immer noch grinsen. 


10. Wiedersehen
2014 war irgendwie das Jahr der vielen Wiedersehen: Zum anderen traf ich drei alte Freunde in Leipzig wieder. Zum anderen habe ich im November meine drei besten Freundinnen aus Augsburg und viele andere tolle Menschen, die dort wohnen, wiedergesehen. Es war einfach nur schön, die bekannten Gesichter wieder um einen rumzuhaben, die Witze zu verstehen, ohne sie aussprechen zu müssen. Im Dezember traf ich außerdem noch meine alten Freundinnen aus der Schulzeit wieder. Schon seltsam, wie man sich gleichzeitig so wenig und so stark verändern kann: Einerseits war alles wie früher, andererseits ist in den letzten Jahren einfach so wahnsinnig viel passiert, dass ein Nachmittag nicht im geringsten ausreicht, um das alles zu erzählen. Aber vielleicht klappt's ja dieses Jahr, dass man sich häufiger sieht.

Daneben gab es noch viele, viele weitere glückliche - und natürlich auch traurige - Momente. 
Danke an alle, die das Jahr zu dem gemacht haben, was es war! Ihr seid super! Ich bin gespannt, was wir noch gemeinsam erleben werden.