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13 Februar 2013

Konsumfasten


Mein Experiment beginnt und scheitert - genaugenommen - am Anfang dieses Monats, im Februar. Das Wetter draußen variiert zwischen tanzenden Schneeflocken, orkanartigen Windböen, unerwarteten Regenschauern und Sonnenstrahlen, die es hin und wieder durch die dicke Wolkendecke schaffen. Die Uni nimmt wieder ungewohnt viel Zeit in meinem Leben ein, das Arbeiten und die gemeinsam verbrachte Zeit mit Freunden dafür weniger. Ein Zustand, den ich auf Dauer nicht aushalten würde und den ich nur am Ende des Semesters irgendwie ausharre. Etwas anderes, was mich in letzter Zeit beschäftigt: mein eigenes Konsumverhalten. Auch dieser Zustand möchte überdacht und verändert werden.

Natürlich gibt es genug Menschen - wahrscheinlich überwiegend weibliche Wesen, bitte steinigt mich jetzt nicht - die bei Weitem mehr Geld für irgendwelchen Schnickschnack ausgeben. Neuerdings finden aber auch wieder mehr oder weniger sinnvolle Sachen einen Platz in meinem Zuhause. Eine neue Handtasche (der Reißverschluss der alten will einfach nicht mehr richtig zugehen...), ein neues Stirnband (das alte wurde leider in der Bibliothek verloren...), neue Kopfhörer (nachdem die alten leider einen Kampf mit mir, dem Laptop und dem Bettpfosten nicht überlebt haben...) und so weiter. Die drei erwähnten Dinge waren oder sind ja mehr oder weniger sinnvoll.

Da ich aber auch nur eines der besagten weiblichen Wesen bin, haben rote Sale-Schildchen an diversen Kaufhäusern auch eine Wirkung auf mich. So wanderten vor kurzem wieder ein paar neue Kleidungsstücke in meinen Schrank. Und das, obwohl ich sonst eigentlich immer drauf und dran bin, mich von unnötigem materiellen Zeug zu entledigen. Ich finde, heutzutage ist man einfach im Besitz von zu vielen Dingen. Auf einem anderen Blog (*klick*) konnte ich neulich auch etwas über das "absurde Konsumverhalten" lesen. Man könnte mein Experiment jetzt mal wieder als eine "copy-cat-Aktion" bezeichnen; gerechtfertigt wäre das allerdings nicht, weil ich schon vor Lesen des besagten Blogeintrags damit liebäugle, mein persönliches Konsumverhalten eine Weile auf Eis zu legen und mich auf Einkäufe der relevanten Dinge beschränken möchte.

Das Experiment
Drei Monate Konsumfasten - das wäre der Optimalfall. Ob ich es solange schaffe, sei dahin gestellt. Von Aschermittwoch (also heute) bis Karfreitag möchte ich aber auf jeden Fall ausharren. Ich bin nicht religiös oder so, aber der Zeitraum ist ganz gut, weil er durch die festen Tage so begrenzt ist. Während der Zeit möchte ich auf neue Kleidung, Bücher, CDs / DVDs und all die "Luxusartikel", die nicht dringend zum Leben notwendig sind, wie etwa Muffinförmchen oder so, verzichten. Natürlich ist das mal wieder so ein 1-Welt-Problem, aber was soll's. Ich möchte es für mich testen und ich hoffe, dass ich den April dann auch noch schaffen werde. Hin und wieder werde ich euch hier informieren, wie es so läuft. Am Anfang des Posts steht, dass das Experiment bereits begonnen hat und ich gescheitert bin. Eigentlich wollte ich ja am ersten Februar damit anfangen - allerdings hab ich mir zwei - drei Tage später das besagte Stirnband gekauft, weil ich das alte verloren habe... Ich würde das aber nicht als Shopping-Exzess betrachten, sondern als Gesundheitsmaßnahme, weil ich dato ziemlich am Kränkeln war und mir meine Ohren doch irgendwie wichtig sind. Zudem war es jetzt keine großartige Investition - andere Leute kaufen sich einen Big Mac von dem Geld... Solche "Patzer" sollen in Zukunft aber nicht mehr vorkommen.

Was ich mir davon erhoffe
Ganz einfach: ein bewussteres Konsumverhalten. Man sollte sich wirklich überlegen, ob man neue Dinge braucht, oder ob es nicht eine andere Methode gibt, sie selbstherzustellen, zu leihen oder gebraucht zu kaufen. Ein absolut empfehlenswerter Linktipp dazu hier. Ein anderer Aspekt ist natürlich der finanzieller Natur. Da ich 2013 reisetechnisch noch einiges vorhabe - ich hoffe auch, dass es alles klappt, wie ich es mir vorstelle! - schadet es nicht, ein paar Euros mehr auf die Seite zu legen. Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie das so klappt.

Eure Meinung
Wie sieht's bei euch aus? Was haltet ihr davon? Total unnötig oder wäre das vielleicht sogar was für den einen oder die andere unter euch? Würde mich über Feedback freuen.





Kommentare:

  1. Hach lustig, ich hab das seit Januar schon so oft bei Leuten gelesen! Ich hab das auch schonmal gemacht, vor 2 Jahren und letztes Jahr so ein bisschen.
    Vor 2 Jahren hab ich wirklich 6 Monate durchgehalten und hatte darüber auch einen Blog, den ich aber dummerweise mal gelöscht hab.

    Das Wichtigste was bei mir damals hängen geblieben ist:
    ne Wunschliste machen, mit allem was man gerne hätte ("das grüne kleid von h&m") und eine liste mit dem was man tatsächlich braucht (das entwickelt sich erst nach ner zeit, wenn die strumpfhosen anfangen auszugehen).
    und ich hab mir dann zum Beispiel erlaubt, nach 3 Monaten 1 Ding im Monat von Liste 1 zu kaufen. Und Liste 2 durfte jederzeit aufgefüllt werden, aber nur wenn der Stand wirklich kritisch war.

    Sonst habe ich noch "No Shopping Days" gemacht - ein kompletter Tag ohne Geldausgeben. Also keine Mensa, kein essen kaufen, nix. Und für jeden erfolgreichen Tag gabs dann nen Euro in die Spardose.

    Und gleichzeitig (ich habs sehr sehr ernst mit mir gemeint, war mehr ein Selbstexperiment) hab ich mir ein Budget für Essen für die Woche gelegt, wieviel weiß ich aber nicht mehr, und das durfte es nicht überschreiten. Da hab ich relativ hoch angesetzt und dann jede Woche, wenn ich es geschafft hatte, ein bisschen verringert, bis es nciht merh weiterging. Fand ich mal SEHR interessant zu sehen, mit wie wenig man auskommen kann!


    Insgesamt würde ich sagen hat es mir sehr viel gebracht, ich denke mehr nach darüber was ich kaufe, warum ich es kaufe und ob ich etwas wirklich toll finde.
    Jetzt in letzter ZEit mache ich das ganze unabsichtlich auch, ich finde nämlich einfach nichts schönes und bin dazu ziemlich pleite... :D

    Viel Erfolg wünsche ich dir jedenfalls!!!

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    1. Oh wow, jetzt lese ich ja erst deinen Kommentar dazu...
      Das mit den Listen finde ich ja eine tolle Idee!!! Ich glaube, das werde ich auch einführen... Ich denke, dann freut sich frau wieder so richtig über das eine Teil im Monat von Liste 1 :-)
      Finde ich richtig klasse, dass du so streng mit dir warst, dich aber trotzdem mit sowas belohnt hast, da hat frau dann irgendwie ein Ziel, oder etwas, worauf man sich freuen kann...

      Werde mir das mal überlegen und ggf. auch machen :-)

      LG

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    2. Oh Manon, das klingt echt beeindruckend! Hat das Experiment sich denn für dich gelohnt?!
      Ich will das auf jeden Fall mal für mich testen; beim Essen oder so werd' ich aber wahrscheinlich nicht sparen - so viel Geld geb' ich da eh nicht aus und ein bisschen leben muss man ja auch noch ;)

      Ja, das mit den Listen klingt auf jeden Fall sinnvoll. :)

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    3. Auch jetzt erst durch Zufall die Antwort entdeckt :)

      Ja, also die Belohnung hat mich echt immer wieder motiviert, das war super! Und die Teile, die ich damals gekauft hab, die mag ich immer noch total gerne, weil ich sie sehr bewusst ausgesucht hab und eben nicht sofort gekauft.

      Für mich hat sich das definitiv gelohnt, erstmal finanziell, mein Konto war damals echt deutlich voller als vorher! und dann aber auch so persönlich, denn mittlerweile bin ich ziemlich anspruchsvoll beim Kleidung kaufen und nehme nicht mehr "alles" mit. Hat aber übrigens den "Nachteil" das ich ständig nichts finde... ;)

      Ich habs aufs Essen ausgeweitet, weil ich sowieso Geld sparen wollte - ich hab aber deswegen jetzt nicht nur Nudeln mit Tomatensoße gegessen, sondern schon auch sehr abwechslungsreich. Hauptsächlich hab ich versucht, Mensa & Bäcker und so wegzulassen und mehr selber zu kochen.

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  2. Heyhey,

    ja, von so einem bzw. ähnlichen Projekten habe ich nun immer häufiger auf Blogs gelesen und auch ich möchte mich da früher oder später anschließen.
    Ich kann - ebenso wie du - so einiges von roten Schildchen und deren Wirkung auf mein Kaufverhalten erzählen, was sich, seit ich meinen Blog habe und auch häufiger über Kosmetik berichte, noch um einiges verschärft hat. Früher hatte ich nur eine Sucht nach Accessoires, überwiegend (unechter) Schmuck, inzwischen sind es auch noch Kosmetik- und Beautyartikel, teilweise auch Deko-Artikel, die ich dann doch irgendwo verstauben lasse und nicht nutze...

    Naja, ich möchte auf jeden Fall nun auch wieder etwas kürzer treten mit meinem Kaufverhalten und wünsche dir daher ganz viel Erfolg für dein Projekt!

    Viele Grüße

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  3. Ich finde das eine gute Idee mit dem Konsumfasten, wir haben uns vor drei Monaten ein neues Schlafzimmer gekauft und als ich den Kleiderschrank ausgemistet habe wäre ich fast in Ohmacht gefallen.Ich habe Sachen gefunden von denen ich gar nicht wusste das ich sie überhaupt besitze.Einmal im Jahr gehe ich mit meinen ganzen "Schrott" auf den Trödelmarkt um mal auszumisten, aber jedes Jahr stelle ich aufs neue fest das es überhaupt nicht weniger wird. :-)
    Ich bin ja froh, dass ich nicht die Einzige bin der es so geht, weil mein Mann denkt echt das ich verrückt bin. :-)
    Ich glaub ich muss auch mal so ein Konsumfasten starten...
    Und übrigens das mit den Listen ist auch ne super Idee...werde mir über die Posts auf jeden Fall Gedanken machen... Ganz liebe Grüsse

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    1. Ausmisten ist übrigens auch super, das hab ich auch "regelmäßig" gemacht - und dann aber auch radikal. Und dann hat man ja im Kleiderschrank immer so Sachen, wo man sich nicht sicher ist / mit denen man furchtbar Mitleid hat, die hab ich einfach alle auf links gedreht. Und wenn sie beim nächsten ausmisten (so alle halbe Jahr, aber saisonabhängig, klar) noch auf links waren, wurden sie rausgeworfen.

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  4. Ich bin im Fasten ganz schlecht, zumindest derzeit. Zu viel Stress, zu viel Druck, ich brauch irgendwas um mich "glüklich" zu machen. Dazu gehört leider Konsum... shoppen und essen. Was will man da machen? Vielleicht habe ich ab nächsten Mittwoch mehr Zeit.. man weiß es nicht... ;)
    Aber prinzipiell find ich die Idee gut. Wünsch dir viel Glück!

    Lg Lilli

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